HUDE - Das anhaltende unbeständige Wetter schlägt scheinbar nicht nur auf’s Gemüt, sondern spiegelt sich auch in der Kauflaune nieder. So haben Mode- und Schuhhäuser in Hude ihr Sortiment bereits umgestellt. „Mit dem schlechten Wetter kaufen die Kunden mehr festes Schuhwerk als Sommerschuhe“, sagt Corinna Bartsch, Angestellte im Schuhladen Schuhmann. „Man schaut jetzt schon wieder nach Herbstsachen“, sagt Kundin Lisa Würdemann aus Hude.
Doch eine kleine Nachfrage nach Sommerschuhen gebe es noch, erzählt Bartsch.
Auch die Inhaberin des Modehauses Horstmann, Helga Horstmann, hat sich mit der Herbstkollektion schon auf das schlechtere Wetter eingestellt. „Besonders die leichten Übergangsqualitäten sowie die neuen Farben sind gefragt“, sagt sie.
Der Absatz von Sonnencremes ist aktuell kaum merkbar. „Die Nachfrage nach Sonnenmilch ist schwankend und das ist auch verständlich“, sagt Lea Mae Brunsberg, Mitarbeiterin in der Alte-Raben-Apotheke.
Bei unbeständigem Wetter immer gut besucht, ist hingegen das Eiscafé Italia in der Parkstraße. „Ich kann mich nicht beklagen“, sagt Inhaber Gaetano Bertoldo. Besonders die Stammkunden würden ihm und seinem italienischen Eis auch bei Regen die Treue halten, freut sich der Italiener.
Die Reisebüros können sich über Nachfragen bezüglich der Buchung von Reisen in den Süden ebenfalls nicht beschweren. Das häufig schlechte Wetter habe man deutlich gemerkt, sagt die Büroleiterin von Optimal Reisen Dörte Bilges. Besonders in den Wochen vor den Sommerferien sei Panik ausgebrochen. Und das beliebteste Ziel sei nach wie vor der Mittelmeerraum. Die Zunahme von Reisen in den Süden zu Beginn der Ferien bestätigte auch Verena Stolle vom Reisebüro Wessel. „Hauptsache warm“, sagt die Mitarbeiterin.
Mittelmeerklima wünscht sich derzeit auch der Schwimmmeister Ralf Carstens und sein Team vom Huder Naturbad. „Im Moment ist die Nachfrage nach einer kühlen Erfrischung nicht groß“, sagt er. Nur wenn die Sonne scheint, seien auch Gäste da.
