HUDE - „Ich weiß, dass die Fußstapfen groß sind“, sagte Norbert Hahn mit Blick auf seine Vorgängerin Anke Paradies. Dennoch freut sich der 51-Jährige auf seine neuen Aufgaben als Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Hude. Anke Paradies, die sich wie der stellvertretende Vorsitzende Udo Fruhner nicht mehr zur Wahl aufstellen lassen wollte, hatte ihn für das Amt vorgeschlagen. Als Nachfolger für Udo Fruhner ließ sich indes auf der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend bei Burgdorf niemand finden.
Dank an den Kassierer
Das Amt des Kassierers hatte Luciano Leßmann eigentlich abgeben wollen – aber das im vergangenen Jahr neu eingeführte EDV-System, in das er sich eingefuchst hatte, ließ ihn erneut kandidieren. Das Ergebnis war deutlich: „17 gültige Stimmen, 17 mal ,Ja‘“, verkündeten Stimmzähler Eckhard Schmid und Ralf Schepker. Zuvor hatten die Genossen ihrem Kassierer Leßmann ihren Dank für seinen sehr gewissenhaften Bericht ausgesprochen. Nach dem Bericht der Revisorin Ingrid Opitz entlasteten die Mitglieder den Vorstand.
Laut Luciano Leßmanns Kassenbericht hat der Ortsverein das Jahr mit einem negativen Ergebnis abgeschlossen: Am 1. Januar 2011 lag der Stand bei 13 092,88 Euro, am Ende des Jahres bei -1616,26 Euro. Den Einnahmen von 8671 Euro stehen Ausgaben von 23 380 Euro gegenüber. Die Hauptausgaben seien die beim Wahlkampf gewesen.
Fraktionsvorsitzender Heiko Aschenbeck thematisierte in seinem Bericht die demografische Entwicklung in Hude, „die wir vor fünf, sechs Jahren noch nicht ernst genommen haben.“ Das Ziel seien einst 20 000 Einwohner gewesen, stattdessen stagniere die Zahl nun bei 16 000. In der Folge sei der Flächennutzungsplan korrigiert worden; „die Verwaltung ist aktiv daran“, so Aschenbeck.
Zum Thema Haushalt sagte Aschenbeck: „Wir haben sehr gute Vorlagen von der Verwaltung bekommen. Die Einnahmen sprudeln wieder stärker.“ Es stünden „ehrgeizige Vorhaben“ an, wie etwa die Sanierung der Peter-Ustinov-Schule und des Hallenbades. „Dazu müssen wir eine Verschuldung von 1,4/1,5 Millionen Euro auf uns nehmen“, aber durch die eingesparte Energie fließe das Geld wieder zurück. „Was dagegen gar nicht geht, ist, Verbrauch und Konsum mit Krediten zu finanzieren“, so Aschenbeck. Auch das Thema Schule Nordenholz kam zur Sprache. „Wir haben große Chancen, Mittel aus dem Dorferneuerungsprogramm zu bekommen“, erklärte Aschenbeck, „für die Gemeinde ist es gut, wenn wir was Vernünftiges aus der Schule machen“, denn dann könne dort Leben entstehen – anders sähe es dagegen aus, würde man sich für einen Zweckbau entscheiden.
Lob für Kulturarbeit
Als „Schuldenaufnahme, die sich lohnt“, bezeichnete Jahnz in seinem Bericht das Geld, das in die Gemeindesozialarbeit investiert werden soll. „Familien, die herziehen wollen, schauen auf so etwas“, bemerkte Jahnz im Hinblick auf die Sanierung der Peter-Ustinov-Schule. Auch die Sanierung des Hallenbades sei sinnvoll. Des Weiteren lobte Jahnz die gute Kulturarbeit der Gemeinde. „Diese Programmvielfalt müssen wir uns wahren.“ Zum Bauvorhaben des Putenmaststalls erneuerte er sein Versprechen, dass er, sobald ihm das Gutachten vorliegt, es den Anliegern vorlegen und die Fraktionen informieren wolle.
