HUDE - Vor vollendete Tatsachen gestellt fühlt sich Hildegard Stein aus Hude: Seit Jahren schwimmt sie im Bewegungsbad im DRK-Seniorenzentrum Hude. Doch jetzt wurde das Angebot der Reha-Sportgruppe gekürzt. Statt wöchentlich dürfen die Schwimmer nur noch alle 14 Tage ins Becken. „Knall auf Fall“ sei diese Änderung von der Reha-Sportgruppe beschlossen worden, weil die Kapazitätsgrenze des Bades aus hygienischen Grünen erreicht sei, so Stein: „Man hätte die Mitgliederzahl frühzeitig senken müssen.“ Eine Diskussion des Themas auf der Jahreshauptversammlung des Vereins im Februar hätte sie sich gewünscht.

„Das war gar nicht möglich, weil diese Angelegenheit da noch nicht akut war“, sagt Peter Laske, Vorsitzender der Reha-Sportgruppe: „Schade aber, dass Frau Stein nicht mit uns gesprochen hat.“ Die Aufteilung Gruppe sei notwendig gewesen, weil nur zwölf Personen gleichzeitig ins Becken dürfen, wenn die Wasserqualität gewährleistet werden soll. Für Neuzugänge gebe es Wartelisten.

Für das kleine Schwimmbad gebe es keinerlei zusätzliche Kapazitäten mehr, weiß Tom Borsum, Fachbereichsleiter Senioren und Soziales beim DRK Hude: „Mehr Leute oder Gruppen dürfen nicht in das Bad. Wir sind an die Höchstgrenzen vom Kreisgesundheitsamt gebunden, weil ansonsten eine Gesundheitsgefährdung der Schwimmer nicht ausgeschlossen werden kann.“

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