HUDE - Hätten die Organisatoren eines Staudenflohmarktes Einfluss auf das Wetter, dann hätten sie sich am Sonnabend kein besseres Wetter für den ersten Markt in diesem Jahr aussuchen können. Und da gerade nach einem tristen Winter die ersten blühenden Stauden und Blumen eine Wohltat sind, war es dann auch kein Wunder, dass die ersten Blumenliebhaber und Gartenfreunde bereits vor 8.30 Uhr über den Schützenplatz schlenderten.
Wie bei jedem anderen Flohmarkt ist es auch bei Staudenflohmärkten so, dass die „Schnäppchenjäger“ frühzeitig da sind, um eventuell die eine oder andere Seltenheit zu entdecken. „Insbesondere nach Pflanzen und Stauden, die sich im Laufe der Jahre zu Raritäten entwickelt haben, wie die rote Kokardenblume oder die Stockrosen, wird von Gartenfüchsen Ausschau gehalten“, so Renate Stuemer, die den Markt nunmehr seit acht Jahren organisiert.
Aber auch die Neugier auf Pflanzen, die sie noch nicht in ihren Gärten haben, lockt viele Gartenfreunde auf den Staudenflohmarkt. Gerne und gezielt werden auch Gemüsepflanzen und Kräuter sowie Wasser- und Sumpfpflanzen gekauft.
In erster Linie aber schätzen die Besucher die gute Beratung und das fundierte Fachwissen der Verkäufer. Da kann man in Ruhe fragen, fachsimpeln, gucken, kaufen.
Veranstalter der zweimal im Jahr stattfindenden Staudenflohmärkte ist die Aktionsgemeinschaft für Hude, Ansprechpartnerin ist Renate Stuemer. Den Staudenflohmarkt gibt es bereits seit über 20 Jahren, damals wurde er „als eine Art Tauschbörse“ von Jürgen Boyn gegründet. „Seinerzeit haben nur fünf bis sechs Leute aus der Aktionsgemeinschaft für Hude untereinander Pflanzen getauscht“, so Boyn. Im Laufe der Jahre hat sich aus der ehemaligen Tauschbörse ein fest etablierter Staudenflohmarkt entwickelt, der sich größter Beliebtheit erfreut und aus dem „Huder Gartenkalender“ nicht mehr wegzudenken ist.
Sonnabend waren 21 Anbieter auf dem Schützenplatz, viele von ihnen kommen inzwischen aus dem ganzen Landkreis, aus Lemwerder, aus Bad Zwischenahn, aus Delmenhorst. Die Besucherzahlen sind bei Pflanzenflohmärkten in der Regel stark wetterabhängig, so Stuemer, aber Sonnabend waren weit über 250 Hobbygärtner auf dem Schützenplatz.
