HUDE - „Die nettesten Kunden sind auf dem Staudenmarkt in Hude“, da sind sich Günther Schäfer und seine Frau aus Ganderkesee einig. „Hier macht es richtig Spaß, zu fachsimpeln und Gartentipps auszutauschen.“

Auch in Delmenhorst und Ganderkesee hat das Rentner-Ehepaar schon seine überzähligen Garten-Schätzchen zum Verkauf angeboten, aber am liebsten kommen sie auf den Huder Schützenplatz.

Um 8.30 Uhr öffnete der Staudenmarkt am Sonnabend offiziell seine „Pforten“ für Gartenliebhaber. Dort konnten Hobby-Gärtner nach Herzenslust nach Stauden, Ziersträuchern und Gehölzen stöbern. Die wahren Schnäppchenjäger schlenderten auf der Suche nach grünen Raritäten aber schon eine halbe Stunde eher über den Schützenplatz.

Der Staudenmarkt in Hude wurde im Herbst 1988 von der Aktionsgemeinschaft für Hude e.V. (AGfH) ins Leben gerufen. Die ersten Märkte fanden seinerzeit nur einmal jährlich auf dem Rathausvorplatz statt. Nur die AGfH-Mitglieder konnten in der Anfangszeit auf dem „grünen Flohmarkt“ Pflanzen aller Art tauschen oder gegen einen geringen Obulus kaufen.

Nachdem aber dann immer mehr Nichtmitglieder Interesse an Grünzeug aus Nachbars Garten bekundeten, verlegten die Organisatoren Siegfried Mlinarzik und Jürgen Boyn den Markt auf den Schützenplatz.


Seit zehn Jahren kümmert sich nun schon Renate Stümer um die Organisation. Sie ist auch die Ansprechpartnerin für alle Anbieter. Ab sofort fungiert Stümer auch als Veranstalterin – die AGfH zieht sich komplett zurück.

Die Zahl der Anbieter ist im Laufe der Jahre stetig gestiegen. Zwischen 25 und 35 Pflanzenliebhaber aus den Landkreisen Oldenburg, Wesermarsch, Ammerland, Diepholz sowie Delmenhorst und Bremen-Nord bieten ihre Pflanzen feil.

Etwa 300 Hobbygärtner schlendern bei jedem Staudenmarkt über den Schützenplatz – so auch dieses Mal. Sie schätzen beim Bummeln und Stöbern insbesondere die gute Beratung und das Fachwissen der Verkäufer.