HUDE - Die Fläche an der Breslauer Straße sei zu klein, begründete gestern eine Firmensprecherin. Der Grundstückseigner hat derzeit keine anderen Interessenten.

Von Andreas Naaf

HUDE - Die Bewohner des Ortsteils Hude-Süd werden beim Einkaufen wohl dauerhaft auf das Auto angewiesen bleiben. Nach der Entscheidung des Plus-Konzerns, auf die Einrichtung eines Grundversorgers an der Breslauer Straße zu verzichten (die NWZ berichtete), hält es der Eigentümer der fraglichen Fläche, Hartmut Illmer, für sehr unwahrscheinlich, dass es an diesem Standort jemals zum Bau eines Supermarktes kommt. „Dieses Projekt ist zu 90 Prozent gestorben“, sagt der Unternehmer, der nach eigenen Angaben derzeit auch keine anderen Interessenten für das Grundstück hat.

Grund für die Absage des Plus-Konzerns ist die unzureichende Größe der Fläche, wie eine Sprecherin des Unternehmens gestern auf Anfrage der NWZ mitteilte. Ähnliches ist von Investor Illmer zu hören: Der Bau des neuen Lidl-Marktes an der Parkstraße habe das ursprüngliche Standortgutachten hinfällig gemacht. In einer Neubewertung sei die Firma Plus dann zu der Entscheidung gelangt, man bräuchte knapp 1000 Quadratmeter, um sich im Konkurrenzkampf mit den anderen Discountern behaupten zu können. „Dazu fehlen uns rund 100 Quadratmeter“, sagt ein enttäuschter Hartmut Illmer, „ich bedauere das außerordentlich.“

Der Rückzug von Plus hat auch bei Bürgermeister Axel Jahnz Spuren hinterlassen. „Das hat mich sehr überrascht, weil der Standort eigentlich feststand“, sagt das Gemeindeoberhaupt. Rat und Verwaltung könne man wegen des gescheiterten Projekts aber keinen Vorwurf machen. „Wir haben dem Investor alle Möglichkeiten an die Hand gegeben“, sagt Jahnz, „alles was zu erledigen war, haben wir erledigt.“