HUDE - Mensch und Hund sollen Partner fürs Leben werden – das ist das erklärte Ziel von Hundetrainerin Elke Schlöndorff. Aber diese Partnerschaft funktioniert nur dann, wenn jeder seine Rechte und Pflichten kennt. Das gilt für den Menschen wie auch für den Hund.

„In Familien mit Kindern haben Hunde oftmals keine Rechte“, sagt die Chefin von „Elkes Welpenschule“. „Die Kinder dürfen alles und der Hund muss es sich gefallen lassen.“ Dafür, dass das Zusammenleben reibungslos funktioniert, sind einige Regeln zu beachten. Und um eben diese Regeln ging es nun bei einem Tagesseminar, das Elke Schlöndorff und ihre Tochter Nicole Hasler für die Kinder ihrer Kunden anboten. Sieben Mädchen und Jungen zwischen sechs und zehn Jahren übten an gut ausgebildeten Hunden den fachgerechten Umgang mit den Tieren.

Welches also sind typische Fehler, die Kinder im Umgang mit Hunden machen? Elke Schlöndorff und Nicole Hasler finden viele Menschen, nicht nur Kinder, vor allem bei der Begegnung mit fremden Hunden viel zu forsch. „Man sollte nicht sofort auf den Hund zulaufen und ihn anfassen, sondern erst den Besitzer fragen, ob der Hund gestreichelt werden darf“, erklärt Nicole Hasler. Und was ist, wenn der Hund von selbst auf einen zuspringt? „Nicht wegrennen und die Arme verschränken“, lautete Elke Schlöndorffs Aufforderung an die Kinder.

Nach einem Theorieteil ging es für die kleinen Seminarteilnehmer auf den Trainingsplatz, um das Gelernte in die Tat umzusetzen. Elke Schlöndorff hat in den zehn Jahren, die ihre Hundeschule bereits besteht, immer wieder die Erfahrung gemacht, dass schon Kinder gute Erfolge in der Hundeausbildung haben. „Sie setzen ihre Aufgaben oftmals geradliniger um“, begründet die Hundeexpertin. Erwachsene hätten mitunter Hemmungen, ihren Tieren klare Ansagen zu machen. Aber gerade die seien der Schlüssel zum Erfolg.