HUDE - Aus einer „Schnapsidee“ geboren war 1994 das erste Treffen der ehemaligen Mitarbeiter der Hudo-Werke – mittlerweile ist es Tradition.

Ferdinand Dorin, der als kaufmännischer Azubi 1972 bei den Hudo-Werken angefangen hatte, traf sich nach dem Konkurs der Firma im Jahre 1984 weiter regelmäßig mit einigen Kollegen, um bei einem Bier über „die guten alten Zeiten“ zu plaudern. Neun Jahre nach Schließung des Werks kamen sie bei einem ihrer Stammtisch-Abende auf die Idee, alle ehemaligen Mitarbeiter zum „Zehn-Jährigen“ zu einem „Hudo-Treffen“ zusammenzutrommeln, erzählte Dorin. Der Einladung zu diesem ersten Hudo-Treffen folgten im ersten Jahr 46 Ehemalige. Einen ganzen Abend lang schwelgten sie in Erinnerungen über ihre gemeinsame Zeit in der „Huder Mühlenbauanstalt“, Fotos machten die Runde.

Aus diesem ersten Beisammensein entwickelte sich das einmal im Jahr stattfindende, traditionelle „Hudo-Treffen“. Dafür sorgen verlässlich Arno Retzlaff, Heinrich Schwarting und Ferdinand Dorin.

Jürgen Brüning, der sich selbst als der „Hudo-Statistiker“ bezeichnet, führt akribisch Buch über all diese Abende, er kümmert sich um das Gästebuch, sammelt Unterschriften der Anwesenden und führt Statistik. Die Teilnehmerzahl lag immer bei etwa 40 Personen, meistens waren es mehr, nur einmal waren nur 32 Leute dabei.

In ihrer ,,besten“ Zeit waren in der „Huder Mühlenbauanstalt“, wie die Firma zu Beginn hieß, 350 Leute beschäftigt. Gegründet wurde das Unternehmen 1931 von Friedrich Heins. Das Werk stellte Mühlen und Zubehör, Tankfahrzeuge und komplette Kraftfutterwerke her.


Später wurde der Firmenname erweitert um Walzen-, Schleif- und Riffelwerk, 1984 schloss die Firma ihre Pforten für immer unter der Firmierung Hudo-Werk KG, August Heins GmbH & Co.

Für viele Mitarbeiter war es nach der Insolvenz schwierig, eine neue Stelle zu finden. Die jüngeren Mitarbeiter kamen in Hude bei den Amazonen-Werken unter, doch die meisten „Hudos“ nahmen lange Anfahrtswege zu neuen Arbeitsstellen in Kauf.

Noch heute sind sich alle einig, dass das Betriebsklima bei „Hudo“ einmalig war. Und dass der Zusammenhalt unter den Kollegen ebenfalls einmalig war – das ist ja offensichtlich. Das sieht man ja bei diesen Treffen.