HUDE - Jahnz spricht vorher mit Vertretern des Landkreises über das Projekt. Bei einer Höhe von 4,50 Meter kann mit Fördergeldern gerechnet werden.
Von Christian Schwarz
Der Ausbau der Eisenbahn-Unterführung an der Vielstedter Straße (Kreisstraße 226) soll noch vor der politischen Sommerpause – letzte Sitzung ist am 12. Juli – Thema auf einer Bürgerversammlung werden. Das hat sich Hudes Bürgermeister Axel Jahnz zum Ziel gesetzt. Dort möchte er über die neuesten Erkenntnisse über den Bau – vor allem was Kosten und Dauer angeht – berichten. Diesbezüglich setzt sich Jahnz in Kürze mit Vertretern des Landkreises Oldenburg zusammen. „Ich möchte ein Zeitfenster haben, in dem sich die Baumaßnahmen abspielen“, sagte er am Montag.
Das Projekt beschäftigt Politik und Verwaltung in Hude schon seit Jahren. Der bislang nur einspurig zu durchfahrende Tunnel soll verbreitert und auch in der Höhe ausgebaut werden. Langwierige Diskussionen gab es vor allem über die Höhe der Unterführung. Laut Ratsbeschluss vom 29. September 2005 wird die Planung mit einer Höhe von 4,50 Meter fortgesetzt. Die Alternative (4,20 Meter) solle aber weiterhin im Auge behalten werden.
Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten des höheren Bauwerks war vor allem die im Falle eines 4,20 Meter hohen Tunnels entfallenden Fördergelder des Landes Niedersachsen. Der Leiter des Geschäftsbereichs Oldenburg der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Joachim Delfs, hatte in einer Ausschusssitzung am 6. Juli 2005 bereits klargemacht, dass eine Straße unterhalb eines Tunnels mit einer Höhe von 4,20 Meter nicht als „verkehrswichtig“ gelte und daher nicht förderungswürdig sei. Außerdem hatte sich die Deutsche Bahn AG, die dem Ausbau zustimmen muss, ebenfalls für die 4,50-Meter-Lösung ausgesprochen.
Theodor Bley, Delfs’ Stellvertreter in der Landesbehörde, äußerte sich am Montag zur Höhe der möglichen Förderung auf Basis des Nachfolgers des inzwischen ausgelaufenen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG): „Das Gesetz sieht eine Förderung zwischen 60 und 75 Prozent der Gesamtinvestition vor.“ Diese betragen nach Schätzungen seiner Behörde aus dem Juni 2005 für die 4,50-Meter-Version rund 4,88 Millionen Euro, für den 4,20 Meter hohen Tunnel etwa 4,41 Millionen. Bei der „flacheren“ Variante würden also ohne die Förderung erheblich mehr Kosten auf die Gemeinde zukommen. Bley kann das nur bestätigen: „Aus meiner Erfahrung heraus lohnt es sich nie, auf die Förderung zu verzichten.“
