HUDE - Die wochenlange und ergebnislose Suche nach einem Vorstand – nur knapp war der TV Hude am Gang zum Amtsgericht vorbeigeschrammt. Einen Vorstand mit Vorsitzendem und Kassenwart gibt es nicht mehr, stattdessen hat auf der Jahreshauptversammlung am 17. März ein vierköpfiges gleichberechtigtes Team die Leitung übernommen. Inzwischen, einen Monat später, haben Immanuel Mieschendahl (30), Marlies Pape (60), Christoph Roth (25) und Peter Zwiener (67) alle Hände voll zu tun. Neuigkeiten in Sachen des hauptamtlichen Sportreferenten gibt es derweil noch nicht.

„Natürlich muss man erst einmal alles ordnen und sich einen Einblick verschaffen“, beschreibt Christoph Roth, „wir müssen uns informieren und fortbilden.“ Das kann auch Marlies Pape bestätigen: „Wir müssen erst einmal laufend Informationen einholen.“ Sich reinfinden in die Bilanzen, einen Überblick erhalten über die Vereinsversicherungen, Termine beim Notar und der Bank – zwecks Eintragsänderung: Die Aufgabenliste des Teams ist lang. Dazu kommen Fortbildungsseminare wie „Finanzen und Steuern“, „Sport und Sponsoring“ oder „Kundenorientierung im Verein“. „Was gut ist, wollen wir natürlich nicht verändern“, betont Pape. „Aber wir müssen uns eine Übersicht verschaffen.“ Dafür treffe sich das Vorstandsteam momentan mindestens einmal pro Woche.

Was die Einstellung eines hauptamtlichen Sportreferenten angeht, treibe der neue Vorstand die Entscheidung voran, sagt Roth. Die Ausschreibung läuft laut Pape noch nicht – das Thema solle aber auf jeden Fall auf einer Gesamtvorstandssitzung mit den Abteilungsleitern am 12. Mai angesprochen werden. „Das ist ein Paket, bei dem alle gefragt sind“, sagt sie. Auch der Zeitpunkt der Einstellung sei noch offen, sagt Roth.

Die Beitragserhöhung ist ein weiterer wichtiger Punkt auf der Agenda – geplant sei, so Pape, eine Steigerung des Monatsbeitrags um zwei Euro. „Für manche ist das sicher eine bittere Pille“, sagt sie. „Aber andere Vereine in unserer Größenordnung haben das schon.“ Sie ergänzt: „Es ging ja auch darum, den Verein zu erhalten.“ Angedacht sei die Erhöhung zum 1. Juli.

Bereut hat die Entscheidung noch keiner aus dem Team. „Die ganze Arbeit, die in den vergangenen Jahrzehnten geleistet worden ist, ist eine ganz tragende Säule der Ehrenamtlichkeit in Hude“, sagt Pape. „Das ist es wert, dass man sich dafür einsetzt.“ Roth lobt: „Es ist ein sehr angenehmes Arbeiten, sehr produktiv, und wir haben ja auch aus allen Altersschichten jemanden dabei.“