HUDE - Behutsam setzt Julian den kleinen Taucher in die Gläser, die mit verschiedenen Meerwassertypen gefüllt sind. Seine Mitschülerinnen Juliana und Miriam verfolgen ganz genau, wie weit der Taucher absinkt. Anhand dieser Ergebnisse können die drei Schüler feststellen, ob das Wasser aus der Ostsee, der Nordsee oder dem Toten Meer stammt.

Das Experiment zur Wasserdichte ist Teil des Umwelttages, der am Donnerstag in der Jugendherberge Hude stattgefunden hat. In spannenden Versuchen konnten die Schüler der Klasse 7d der Humboldtschule aus Bremerhaven, die derzeit in der Jugendherberge zu Gast sind, die verschiedenen Eigenschaften von Wasser erkunden.

Der Umwelttag in der Jugendherberge ist Teil des Jubiläumsprogramms zum 100-jährigen Bestehen der Jugendherbergen. 35 Jugendherbergen beteiligten sich an der Aktion. „Es ist wichtig, den Kindern klarzumachen, wie man mit der Natur umgeht“, sagt Kirsten Jensen-Gentsch, Leiterin der Huder Jugendherberge. Sie will den Umwelttag in Zukunft als festen Baustein in das Programm ihrer Jugendherberge aufnehmen.

Für die Umsetzung der Experimente hat Jensen-Gentsch kompetente Partner. Die Naturpädagoginnen Meike Schleppegrell und Kerstin Niederheide haben die Wasserrallye organisiert und erklären den Schülern die zu beobachtenden Phänomene.

So lernen die Jungen und Mädchen auch, dass Wasser nicht aus dem Eimer läuft, wenn man diesen in einer kreisförmigen Bewegung um den Körper schwingen lässt. Eine anschauliche Erklärung der Zentrifugalkraft. Aufgetürmte Wassereimer vor der Jugendherberge verdeutlichen dagegen, wie viel Wasser ein einzelner Mensch am Tag verbraucht: 125 Liter, allein 10 Liter für Zähneputzen und Händewaschen. Die Menge beeindruckt die Schüler.


Nach der Wasserrallye stand für die 27 Jungen und Mädchen noch auf eine Fahrt ins Moor, eine Landschaft, die es ohne Wasser nicht gäbe, auf dem Programm.