HUDE - Das von der Gemeinde Hude in Auftrag gegebene neue Standortkonzept „Windenergie“ beflügelt die Pläne für den Bau eines zweiten Windparks auf Huder Gebiet. Das Planungsbüro NWP weist in seiner Untersuchung einer 182 Hektar großen Fläche zwischen Holle und Holler Moor neben dem bestehenden Windpark bei Hurrel die beste Eignung für die Konzentration von Windkraftanlagen zu.

Eben jene Fläche nördlich des Naturschutzgebietes Holler Witte Moor hat die in Hude ansässige Firma Neue Energie GmbH ins Visier genommen, um sieben Windkraftanlagen zu errichten. Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt hat am Mittwochabend das Standortkonzept zustimmend zur Kenntnis genommen und ist der Empfehlung gefolgt, den von NWP favorisierten Windpark-Standort in den Flächennutzungsplan zu übertragen. „In der nächsten Sitzung sollen die Verfahrensbeschlüsse eingeleitet werden“, kündigte Fachbereichsleiterin Martina Schneider an.

Aus Sicht von Landschaftsplaner Johannes Ramsauer, der die NWP-Analyse vorstellte, ist das Flächenpotenzial zwischen Holle und Holler Moor vergleichsweise hoch, so dass „hier im Zusammenhang mit dem bestehenden Windpark in der Gemeinde Berne insgesamt günstige Bedingungen zur Konzentration von Windkraft vorliegen.“ Die Berner Rotoren sind weniger als 1000 Meter entfernt. Eignungseinschränkungen weise der Standort unter den Aspekten des Landschaftsbildes auf. „Im ungünstigsten Fall“ handelt es sich hier um ein Brutvogelgebiet – das muss noch untersucht werden.

Das Standortkonzept legt folgende Schutzabstände fest: Zu Wohnbauflächen müssen Windkraftanlagen 750 Meter Abstand halten. In der Nähe von gemischten Bauflächen, Schulen, Kirchen, Friedhöfen und Parkanlagen muss eine Distanz von 500 Metern gewahrt werden. Zwischen Rotoren und den FFH-Gebieten Mittlere und Untere Hunte sowie Hasbruch muss ebenfalls ein halber Kilometer liegen. Zu Natur- und Landschaftsschutzgebieten beträgt der Abstand 200 Meter.

Die Neue Energie GmbH plant den Bau von sieben Anlagen mit einer Gesamthöhe von jeweils 180 Metern. Zum Vergleich: der Kölner Dom misst „nur“ 157,38 Meter.