HUDE - Stilecht hat am Freitagabend ein Vortragsabend begonnen, der vom Fischereiverein Hude organisiert worden war. Erst gab es ein Fischmenu, das den Mitgliedern auch Zeit für Begrüßung und Austausch gab. Direkt nach dem Dessert schritten die Petrijünger dann zur Tat.

1. Vorsitzender Claas Marquardt und Organisator Torsten Bruns, die sich beide stark machen für die Wiedereinbürgerung der Meerforelle in heimischen Gewässern, hatten zu einem informativen und anregenden Vortragsabend in die Vereinsgaststätte Backenköhler eingeladen. Zu Gast waren von der Naturschutzstiftung Oldenburg Vorsitzender Bernd Lögering und Wilfried Westermann sowie vom Sportfischereiverein Sittensen Bruthauswart Peter Wessendorf.

Als Referent geladen war Dr. Jens Salva vom Landesfischereiverband Weser-Ems, er hielt einen interessanten Vortrag über das Wiederansiedlungsprogramm für gefährdete Fischarten wie die Wandersalmoniden (Lachs und Meerforelle). Der Lachs, von Anglern als „König der Fische“ verehrt, galt in den sechziger Jahren in Deutschland nahezu als ausgerottet. Die Wiederansiedlung setzt nicht nur eine deutliche Verbesserung der Wasserqualität voraus, „denn der Lachs stellt die höchsten Anforderungen an Durchgängigkeit, Reinheit und Strukturvielfalt“, sondern diese muss von der Quelle bis zur Mündung gewährleistet sein.

Dem Landesfischereiverband Weser-Ems gehören 118 Mitgliedsvereine an mit insgesamt 50 000 Mitgliedern an. Der Fischereiverein Hude ist so gesehen nur ein Verein von vielen. Mit 40 Mitgliedern sind die Huder eine recht kleine Truppe, aber sehr aktiv. Daher freute sich Salva besonders über die Einladung in den Klosterort, hatten die Huder Petrijünger in der Vergangenheit doch z.B. durch den Umbau der Fischaufstiegshilfe an der Huder Klostermühle bereits maßgebliche Vorarbeit geleistet, um Wiederansiedlungsmaßnahmen zu ermöglichen.

Darüber berichtete ausführlich Torsten Bruns vom Fischereiverein Hude. Auch über die geplante Wiedereinbürgerung der Meerforelle in der Brook- und in der Kimmerbäke sowie in der Huder Berne, in Zusammenarbeit mit dem Sportfischereiverband Sittensen.