HUDE - Der Standort wechselt, die Kunden kommen trotzdem: Der Huder Wochenmarkt war auch bei seinem ersten Gastspiel auf dem Schützenplatz gut besucht. Dabei wäre ein Umzug noch gar nicht nötig gewesen.
Der Wochenmarkt muss zumindest zeitweise von seinem angestammten Standort auf dem Bahnhofsvorplatz weichen, weil dort größere Umbaumaßnahmen geplant sind. So wird die in den Bahnhofstunnel führende Rampe abgerissen und eine barrierefreie Lösung geschaffen (dieNWZ
berichtete). Ursprünglich war für den Beginn der Arbeiten der 25. Juni vorgesehen, neuer Starttermin ist nun Montag, 2. Juli. Doch weil die Planungen hinsichtlich Hygienevorschriften und Standvergabe schon weit fortgeschritten waren, richteten sich die BEschicker nun auf der anderen Seite der Schienen auf dem Schützenplatz ein.„Die Fläche hier ist eigentlich optimal. Alles ist schön gepflastert, gut zu erreichen und hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Bahnhofsvorplatz: Hier gibt es viele Parkplätze“, berichtet Rüdiger Ohlander. Der Wurstwarenverkäufer beschickt den Huder Wochenmarkt bereits seit mehr als 20 Jahren. „Vor einigen Jahren waren wir schon einmal hier, damals noch auf dem unbefestigten Teilstück. Auch damals gab es eigentlich keine großen Einbußen“, erklärt der 44-Jährige, der sogar auch zusätzliche Kundschaft hofft: „Auf dieser Seite der Schienen leben viele Huder, die sonst vielleicht den Weg scheuen. Aber wie genau sich der Umzug auswirkt, kann ich jetzt noch nicht sagen. In zwei bis drei Monaten werden wir sehen, wie es läuft.“
Grund zur Sorge, dass Kunden ausbleiben und der Huder Wochenmarkt damit für die Beschicker an Attraktivität verliert, gibt es also nicht. Doch wenn es nach eben jenen zwei bis drei Monaten nicht funktioniert, werden auch die Beschicker sich Gedanken machen müssen. Die Baumaßnahmen am Bahnhofsvorplatz werden voraussichtlich sechs Monate in Anspruch nehmen.
