Hude - Das Auge isst ja bekanntlich mit. Darum kann es eine willkommene Abwechslung sein, wenn man zum Beispiel zu weißem Backfisch statt der „normalen“ gelben Kartoffel mal zu einer blaufleischigen Variante greift.

Die gibt es auf dem Huder Wochenmarkt am Stand von Heiko Moorschlatt. Wer eine „Violetta“ kauft, kann daraus auch blau-lila Kartoffelbrei kochen. Das mag im ersten Moment komisch daherkommen und ungewohnt sein, bietet aber eine Abwechslung für Auge und Geschmacksnerven.

Jeden Freitag steht er von 14 bis 18 Uhr mit seinem Stand am Bahnhofsvorplatz und verkauft dort Kartoffeln. Seit 22 Jahren sind die Moorschlatts in Hude dabei. 1993 übernahm Heiko Moorschlatt den Hof.

Aktuell hat er 16 verschiedene Sorten im Angebot. Die meisten der Kartoffeln sind gelbfleischig, so wie man sie auch aus dem Supermarkt kennt und sich eine Kartoffel auch vorstellt.

Den Unterschied zu einer Kartoffel aus dem Supermarkt schmecken die Kunden auch, berichten sie Moorschlatt. Er baut ebenso die klassischen Sorten wie beispielsweise Glorietta oder Belana an.


„Qualitätskartoffeln natürlich ohne Gülle“, steht auf einem Schild an seinem Stand. Das ist dem Kartoffelbauern aus Hengsterholz sehr wichtig. Alles, was er anbietet ist aus eigener Erzeugung und wird ohne Chemie gelagert, erzählt er. Bei ihm stehe die Qualität, nicht die Menge der Kartoffeln, im Vordergrund, berichtet der Landwirt aus Hengsterholz.

Die Kunden können auch Kartoffeln verschiedener Größen erwerben. Wer lieber kleine Kartoffeln für Pellkartoffeln möchte, oder große dicke Exemplare für Folienkartoffeln, wird dort fündig. „Manche kaufen dickere Kartoffeln, weil sie nicht so gern so viel schälen“, berichtet Moorschlatt.

Insgesamt hätten sich in den vergangenen Jahren mit den zunehmenden Kochshows im Fernsehen auch die Essgewohnheiten der Menschen geändert. Besonders die bunten Kartoffeln würden schon öfter nachgefragt, weil die Kunden sie als farbliche Akzente für besondere Menüs haben wollten.