Hude - Sie sind „die Neuen“ auf dem Wochenmarkt in Hude: Familie Dilz verkauft Kaffee, Kuchen und Torten, die alle dem eigenen Ofen entspringen. Damit ist rechtzeitig zum 30-jährigen Bestehen des Wochenmarktes das Angebot der Beschicker wieder komplett.
Stefan Dilz steht zwar hinterm Tresen, aber gebacken hat die vielen Süßwaren seine Frau: Sabine Dilz. Die beiden kommen aus Wardenburg und hatten erst zehn Jahre ein stationäres Geschäft, bevor sie sich vor fünf Jahren „mobil“ gemacht haben und seitdem mit ihrem Kuchenstand auf Märkten anzutreffen sind.
„Brot können alle, wir machen Kuchen“, sagt Stefan Dilz. Bei der Zubereitung fährt das Team einen klaren Kurs: Wenig raffinierter Zucker, viele natürliche Zutaten, keine Konservierungsstoffe und das Arbeiten nach alten Rezepten. Das ist den beiden wichtig. Sabine Dilz backt dabei jeden Kuchen selbst, in einem 2,50 mal zwei Meter großen Ofen in der eigenen Garage. Sechs Bleche passen dort auf einmal hinein.
Dass Stefan Dilz für den Traum seiner Frau die Garage umbaute, war noch die eher kleinere Investition. Er gab auch seinen Bürojob als Kaufmann auf, um am nun gemeinsamen Traum mitzuarbeiten. Bereut habe er es nie. „Solange es Spaß macht, werden wir es weiter machen.“
Jeden Freitag zwischen 14 und 18 Uhr steht Stefan Dilz nun auf dem Huder Bahnhofsvorplatz und verkauft die Backwaren seiner Frau. Und am 15. Mai diesen Jahres, da stellt sich der Neuling unter den Beschickern auf besonders viel Besuch ein.
Denn für den Freitag, 15. Mai, plant die Gemeinde ein buntes Programm anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Wochenmarktes. Bis ins kleinste Detail stünde dieses noch nicht fest, so viel sei aber schon verraten: „Es wird von 14 bis 18 Uhr ein Kinderprogramm geben“, sagt Marktmeisterin Sylvia Schubert. Eine Aktion zum Luftballonkneten wird zum Beispiel angeboten, eventuell wird es auch einen Eiswagen geben. Daneben gibt es an diesem Tag an jedem Wochenmarktstand kostenlose Baumwolltragetaschen.
20 Wagen besitzen momentan ein festes Plätzchen auf dem Markt. Noch vier Stände sind vor Ort, die von Anfang an mit dabei waren. Schubert achtet bei der Auswahl auf die Vielfalt des Angebots. Doch ein Stand fehlt ihr bis jetzt: „Ich hätte gerne einen Biostand. Die Kunden fragen immer wieder gezielt nach einem Bio-Angebot.“ Ansonsten freut sich Schubert aber darüber, dass der Markt von den Hudern und Besuchern aus dem Umland sehr gut angenommen wird..
