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Zugang Zum Bahnhofstunnel Hude Zugestellt Fahrräder erschweren den Durchgang auf der Südseite

Hude - Zwei- bis dreimal die Woche geht Gerda Herold durch den Bahnhofstunnel, um in Hude-Nord einzukaufen. Jeden Freitag besucht sie zudem den Wochenmarkt. „Ich muss immer durch den Tunnel“, sagt die 90-Jährige. Auf dem Weg in den Tunnel hält sich die Huderin für extra Stabilität an dem Handlauf neben der Schrägen fest. Doch das ist nicht immer möglich, denn gerade zu Beginn des Geländers auf der Südseite stehen oft Fahrräder von Bahnreisenden. Auch der Fahrradstand an der Schrägen sei fast täglich so überfüllt, dass die Radfahrer ihre Fahrräder in den als barrierefrei gekennzeichneten Durchgang stellten, berichtet sie.

Genug Alternativen

Beim Schützenplatz und dem Fahrradständer gegenüber von Burgdorfs Hotel und Restaurant seien jedoch genug freie Stellplätze, sagt Ursula Budde, Beisitzerin des Behindertenbeirats der Gemeinde Hude. „Der Fahrradständer beim Schützenplatz wird kaum benutzt“, so Budde. Doch warum stellen die Huder ihre Räder immer wieder auf der Südseite in den Weg? „Das ist Bequemlichkeit und Gedankenlosigkeit“, vermutet Ratsfrau Marlies Pape. Sie appelliert an die Huder, aufeinander Rücksicht zu nehmen und zwei bis drei Minuten Fußweg in Kauf zu nehmen, damit der Zugang zur Rampe nicht so überfüllt ist.

„Es ist für ältere Menschen eine unhaltbare Situation“, sagt auch Helga Gritz, Vorsitzende der Seniorenvertretung in Hude. Mehrere Senioren hätten schon über die Fahrräder am Bahnhof Hude geklagt. „Es ist so wahnsinnig wichtig, dass sie noch beweglich sind“, sagt Gritz und freut sich über die Mobilität vieler Huder Senioren. Doch auch Menschen mit Beeinträchtigungen oder Mütter mit Kinderwagen könnten Schwierigkeiten haben, an den Fahrrädern vorbei zu manövrieren.

Gemeinde greift ein

Auch die Gemeinde Hude wurde am Fahrradständer am Bahnhof aktiv. Flyer an den Fahrrädern, die durch die Gemeinde verteilt wurden, sollten die Radfahrer auf das widerrechtliche Abstellen hinweisen. Bisher hat das laut Ratsfrau Pape noch nicht viel gebracht. „Ich verstehe das nicht“, sagt Herold. „Wenn man ihnen das einmal sagt, müsste es doch reichen.“

„Es hat drei Tage gefruchtet“, sagt Bürgermeister Holger Lebedinzew, der sich ebenfalls über das Verhalten mancher Radfahrer ärgert. Die Gemeinde will jetzt noch mal an der Wand über dem Handlauf sowie an den Fliesen im Tunnel, wo ebenfalls Drahtesel geparkt werden, Aufkleber anbringen. Diese sollen die Radfahrer aufklären.

„Ob das dann hilft, werden wir feststellen“, sagt der Bürgermeister.

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