HUDE - Der „Mädchen Zukunftstag“ ist längst keine reine Frauensache mehr. 30 Kinder besuchten am Donnerstag unter anderem das Amazonen-Werk, die Firma „LABOM Mess- und Regeltechnik“ hatte 20 Schüler zu Gast. Auch bei „Urban Fütterungstechnik“ fanden sich interessierte Schüler ein.
Nach einem Rundgang durch die Produktionshallen ging es für die jungen Leute in den Amazonen-Werken an die Arbeit. „Die Aufgabe war, eine Steckspielplatte aus Metall herzustellen“, sagt Ausbildungsleiter Harm Kügler. Dazu mussten die Schüler mit einer Bohrmaschine arbeiten, die mit dem Handbohrgerät von Zuhause wenig Ähnlichkeit aufwies.
„Die Mädchen stellen sich sehr gut an und könnten die Berufe bei uns ebenso gut ausführen wie die Jungs“, findet Kügler. Das sieht Bernd Franck von LABOM ähnlich. „Unsere erste Frau wurde in den 80ern ausgebildet, seitdem ist völlig klar, dass wir die Ausbildung von Mädchen fördern wollen“, so Franck.
Aus diesem Grund hatte sich die Geschäftsleitung für einen klassischen „Girls Day“ entschieden. 20 Mädchen durften nach einer Führung selber an den Metallbearbeitungsmaschinen sitzen, Elektronikplatinen bestücken oder Thermometer justieren.
Bei Urban lernten drei Mädchen und ein Junge die Melkmaschinen kennen und konnten selber an der Stalleinrichtung mitarbeiten; zwei weitere Schüler erforschten den Verwaltungsbereich, berichtet Buchhalterin Elke Janzen. Fazit des Tages in Hude: Technische Berufe sind für Frauen bestens geeignet – sofern das Interesse stimmt.
