Hude - „Wo Worte nicht reichen, sind Menschen gefragt“ lautet der Leitspruch von Mike Kunz und Andreas Hein. Die beiden Huder nehmen im Februar 2014 an der Spendenrallye Dresden-Dakar-Banjul teil.
Mit ihrem umgebauten Transporter fahren sie rund 7500 Kilometer quer durch Europa nach Afrika, um in Gambias Hauptstadt Banjul ihr Fahrzeug für einen guten Zweck zu versteigern. Der Ford Transit wird bis unters Dach mit Hilfsgütern gefüllt sein, die – ebenso wie Barspenden – vier Hilfsprojekten zu Gute kommen sollen.
„Wo Worte nicht reichen, sind Taten gefragt“ – unter diesem Motto unterstützt der Huder Bäckermeister Jürgen Spanhacke vom 1. Dezember 2013 bis zum 31. Januar 2014 die Aktion: „Muna“ – was in der afrikanischen Sprache Suaheli so viel wie „Hoffnung“ bedeutet, hat seine Frau Stephanie das Kraftkornbrot benannt, das für den guten Zweck verkauft wird. Von jedem 500-Gramm-Laib, der in dieser Zeit in den zwölf Filialen in Hude, Delmenhorst, Berne/Ganspe, Lemwerder, Wildeshausen und Syke über die Ladentheken geht, wird ein Euro gespendet. Ebenfalls ein Euro wird vom Verkaufserlös einer mit sechs Brötchen gefüllten Tüte abgezweigt. Die Brötchentüte firmiert jetzt unter dem Titel „Nia“, was so viel heißt wie „Entschlusskraft“. Andreas Hein freut sich über die Entschlossenheit, mit der Stephanie und Jürgen Spanhacke der „Africar“-Tour unter die Arme greifen.
Für die Bäckerei ist es nicht die erste karitative Aktion: Zugunsten einer vom Hochwasser geschädigten Familie in Passau hatte Jürgen Spanhacke auf ähnliche Weise zusammen mit Musiker Arndt Baeck an nur zwei Tagen im Juni 1200 Euro gesammelt. Nun läuft das Benefiz-Backen über volle zwei Monate.
Spanhacke findet das Engagement von Mike Kunz und Andreas Hein, die als Selbstständige vier Wochen lang ihre Arbeit hinter sich lassen, „bewundernswert“. Zahnarzt Hein ist froh, dass ihm sein Praxis-Team den Rücken frei hält. Zwei Kolleginnen gewährleisten während seiner Abwesenheit die zahnmedizinische Versorgung der Patienten.
Schon jetzt widmet sich Hein 15 bis 30 Stunden pro Woche der Vorbereitung der „Africar“-Tour. Am Sonntag, 26. Januar, tauscht er Arztkittel gegen Kellnerschürze: Zusammen mit Mike Kunz wird er im Restaurant Zorbas Bestellungen entgegennehmen und servieren – wie im vergangenen Jahr kommt ein Teil der Einnahmen dem Projekt zu Gute. Unterstützt werden sie dabei von Bürgermeister Axel Jahnz – und von Jürgen Spanhacke, der sich nicht lange bitten ließ: „Klar, da bin ich dabei.“
