Bremerhaven/Helgoland/Borkum - Helgoländer Hummer sollen bald ganz neue Lebensräume in der Nordsee erobern. Die Krustentiere werden im nächsten Jahr im Windpark Riffgat vor der Insel Borkum ausgesetzt. Auf Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland startet dazu jetzt die Aufzucht von 3000 Tieren, teilte das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Freitag in Bremerhaven mit. Das Land Niedersachsen fördert das Projekt mit 700 000 Euro.
In Windparks könnte der Europäische Hummer zwischen den Steinen, die gegen Unterspülung um die Fundamente geschüttet werden, einen geeigneten Lebensraum finden. Bisher ist die Verbreitung des Europäischen Hummers in der Deutschen Bucht auf den Helgoländer Felssockel beschränkt.
Die Wissenschaftler sollen untersuchen, ob eine Ansiedlung von Hummern im Bereich von Windparks grundsätzlich möglich ist und welche ökologischen Konsequenzen sie hat. In der Nordsee wird aktuell an mehreren Offshore-Windparks gebaut. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen in den nächsten Jahren im deutschen Teil der Nordsee mehrere Tausend Rotoren aufgestellt werden.
Die Helgoländer Hummerexperten setzen Hoffnungen in das Projekt. Denn trotz aller Schutz- und Zuchtmaßnahmen ist es bisher nicht gelungen, die Population in dem begrenzten Gebiet um die Felseninsel deutlich zu vergrößern. In den 50er und 60er Jahren hatte es einen starken Einbruch des Bestands gegeben, berichtete der Biologe Heinz-Dieter Franke vom der AWI-Station auf Helgoland.
In den Spitzenzeiten der 30er Jahre wurden nach Angaben der AWI-Wissenschaftlerin Isabel Schmalenbach pro Jahr bis zu 80 000 Helgoländer Hummer gefangen. Diese Zahl ist inzwischen auf wenige hundert Exemplare gesunken.
Die in einer Halle in Wannen aufgezogenen Hummer sollen von Tauchern im Seegebiet des Windparks ausgesetzt werden, wenn sie eine Größe von zehn Zentimetern erreicht haben.
Bremerhaven/Helgoland/Borkum - Helgoländer Hummer sollen bald ganz neue Lebensräume in der Nordsee erobern. Die Krustentiere werden im nächsten Jahr im Windpark Riffgat vor der Insel Borkum ausgesetzt. Auf Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland startet dazu jetzt die Aufzucht von 3000 Tieren, teilte das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung am Freitag in Bremerhaven mit. Das Land Niedersachsen fördert das Projekt mit 700.000 Euro.
In Windparks könnte der Europäische Hummer zwischen den Steinen, die gegen Unterspülung um die Fundamente geschüttet werden, einen geeigneten Lebensraum finden. Bisher ist die Verbreitung des Europäischen Hummers in der Deutschen Bucht auf den Helgoländer Felssockel beschränkt.
Die Wissenschaftler sollen untersuchen, ob eine Ansiedlung von Hummern im Bereich von Windparks grundsätzlich möglich ist und welche ökologischen Konsequenzen sie hat. In der Nordsee wird aktuell an mehreren Offshore-Windparks gebaut. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen in den nächsten Jahren im deutschen Teil der Nordsee mehrere Tausend Rotoren aufgestellt werden.
Die Helgoländer Hummerexperten setzen Hoffnungen in das Projekt. Denn trotz aller Schutz- und Zuchtmaßnahmen ist es bisher nicht gelungen, die Population in dem begrenzten Gebiet um die Felseninsel deutlich zu vergrößern. In den 50er und 60er Jahren hatte es einen starken Einbruch des Bestands gegeben, berichtete der Biologe Heinz-Dieter Franke vom der AWI-Station auf Helgoland.
In den Spitzenzeiten der 30er Jahre wurden nach Angaben der AWI-Wissenschaftlerin Isabel Schmalenbach pro Jahr bis zu 80 000 Helgoländer Hummer gefangen. Diese Zahl ist inzwischen auf wenige hundert Exemplare gesunken.
Die in einer Halle in Wannen aufgezogenen Hummer sollen von Tauchern im Seegebiet des Windparks ausgesetzt werden, wenn sie eine Größe von zehn Zentimetern erreicht haben.
