Edewecht - Zahlreiche NWZ -Leserinnen und NWZ -Leser zog es am Donnerstagvormittag auf dem Edewechter Wochenmarkt zum auffälligen NWZ -Zeitungsmobil. Die „Rollende Redaktion“ machte erneut in Edewecht Station.

Bei Kaffee oder Kakao äußerten viele Bürgerinnen und Bürger Lob und Kritik. Ganz angetan von Edewecht ist Inse Krüger, die vor vier Jahren aus familiären Gründen aus Wiefelstede kam. Mit dem Rad ließe sich in Edewecht vieles erledigen, schwärmte sie, die Einkaufsmöglichkeiten und die ärztliche Versorgung seien gut.

Mit dem Fahrrad sind auch Annegret und Gerold Kayser desöfteren in der Gemeinde unterwegs. Der Radweg am Jeddeloher Damm sei in einem ausgesprochen schlechten Zustand, bemängelten sie. Außerdem würden vielfach Zweige, z.B. von größeren Rhodos, in den Weg ragen, so dass es im Begegnungsverkehr auf dem Radweg oft zu problematischen Situationen kommen könne. Ähnliche Erfahrungen machen auch Hanna und Günter Hegler, die zudem anregten, die Rad- und Gehwege an weiteren Stellen abzusenken, weil „Absätze“ stets Gefahrenquellen böten.

Ein Thema, das Bürgerinnen und Bürger immer wieder bei der „Rollenden Redaktion“ ansprechen, griffen Bärbel Richter, Anni Kreklau und Karin Schmill auf: Hundekot auf Straßen, Plätzen und Bermen. „Ich habe selbst einen Hund und es ist für mich völlig selbstverständlich, Plastiktüten mitzunehmen, wenn das Tier Gassi geführt wird. An mehreren Orten in Edewecht gibt es kostenlos Hundekottüten und in einem Schnäppchenmarkt kann man für 99 Cent eine große Rolle davon kaufen“, so Bärbel Richter. „Ich versteh’ nicht, dass an vielen Stellen wie z.B. auf dem Sportplatz bei der Astrid-Lindgren-Schule oder am Kleinbahnwanderweg so viele Hundehaufen liegen.“

Anni Kreklau ergänzt, dass man häufig noch angepflaumt werde, wenn man Hundehalter darauf hinweist, sich doch bitte um die tierischen Hinterlassenschaften zu kümmern.


Dass Hundehalter es sogar in Ordnung fänden, dass ihre Tiere in fremden Gärten ihre Geschäfte erledigen, weiß Karin Schmill zu berichten. Das gelte für ihr Grundstück an der Beethovenstraße. Wenig einsichtig sei auch mancher Hundehalter von Listenhunden (Kampfhunden), so Bärbel Richter. Wenn man darum bitte, beim Begegnen das Tier ans Halsband zu nehmen und festzuhalten, weil man Angst habe vorbeizugehen, verdrehe mancher Angesprochene nur die Augen. Als Missstand empfinde sie es auch, dass Jugendliche auf dem Sportplatz bei der Astrid-Lindgren-Schule Alkohol tränken und die Flaschen zerschlugen, deren Scherben für Hundepfoten gefährlich seien.

Für Ludger und Marlies Paul aus Lohne (Landkreis Vechta) ist Edewecht immer eine Reise wert. Die begeisterten Wohnmobilisten, die just an der Nordsee waren, kommen mehrfach im Jahr in den Ort. Der Edewechter Stellplatz läge sehr schön und zentral in der Nähe von Geschäften und man könne von dort aus wunderbare Radtouren nicht nur über den Kleinbahnwanderweg unternehmen. Viel Lob für den Ort Edewecht hat auch Michael Havenstein aus Oldenburg. Hier gäbe es sehr viele nette Leute und der Ort zeichne sich durch sehr viel Grün aus. Zu Edewechts Gästen gehören auch Hanna Sassen und Waltraud Sassen. Die beiden Barßelerinnen kaufen gern auf dem Edewechter Wochenmarkt und in den Edewechter Geschäften ein.

Das Thema Marktplatzumgestaltung beschäftigt Norbert Brandt. Er sei entsetzt darüber, wie stark das Gefälle innerhalb des Marktplatzes sei, dessen Fläche derzeit umgestaltet werde. Brandt kann sich nicht vorstellen, dass die „Mulde“ im neuen Marktplatz nicht künftig für Probleme sorge. Nach Ansicht von Karl-Heinz Brosesamle müssen im Eckbereich Hauptstraße/Am Grubenhof dringend etwas geschehen. Das Grundstück an zentraler Stelle sei keine Visitenkarte für den Ort.

Handlungsbedarf bestünde, so Maren von Aschwege, auch bei den Edewechter Schülerlotsen. „Seit über 20 Jahren gibt es diesen Service von Eltern, Großeltern, Paten und anderen für Grundschüler und wir möchten ihn auch weiterhin anbieten.Wir benötigen 17 weitere Helfer, damit wir diesen ehrenamtlichen Service nicht einstellen müssen. Interessierte können sich unter 04405/5055 melden.“

Doris Grove-Mittwede
Doris Grove-Mittwede Redaktion Westerstede