HUNTLOSEN - Für den geplanten Bau eines Supermarktes auf dem ehemaligen Hoffmann-Gelände in Huntlosen soll die alte Bausubstanz abgerissen und der alte Baumbestand gefällt werden (die NWZ berichtete). Dagegen formiert sich jetzt Widerstand.
„Markt der Region statt Abriss“ lautet die Forderung von Huntloser Bürgerinnen und Bürgern, die sich gegen den Abriss der alten Mühle und des Sägewerkes an der Bahnhofstraße aussprechen. „Statt historischer Gebäude würde dann eine vollversiegelte Fläche mit etwa 88 Parkplätzen und einem bis zu 1200 Quadratmeter großen Einkaufsmarkt das Zentrum Huntlosens prägen. Vielen Huntlosern stößt das bitter auf“, so Jascha Rohr von der Interessengemeinschaft „Markt der Region“.
Es gebe andere Konzepte, meint die nach eigenen Angaben in Eile gegründete Interessengemeinschaft, die sich bemüht, „eine zukunftsweisende Idee zu entwickeln, die ebenfalls eine Lösung zum günstigen Einkaufen vorsieht“. Gleichzeitig würden bei diesem Konzept die ortsbildprägenden Gebäude und der Baumbestand erhalten.
Das Konzept der Interessengemeinschaft sieht eine Kooperation und gemeinsame Vermarktung der ortsansässigen Unternehmen und ein attraktives Angebot für den Nahtourismus vor. „Standortvorteile für eine Region, die zunehmend vom demographischen Wandel betroffen sein wird“, meinen die Initiatoren.
„Der Gemeinderat, der bisher mangels guter Alternativen der Abrissplanung zugestimmt hat, hat nun die Möglichkeit, sich ein neues Bild der Situation zu machen“, meint die Interessengemeinschaft „Markt der Region“. Sie will innerhalb der nächsten Tage über ihr Konzept informieren. „Schon jetzt engagieren sich Bürger und Unternehmer in Huntlosen für das innovative Konzept“, berichtet Jascha Rohr. Gefordert werde eine öffentliche Bürgerversammlung, wo beide Planungen vorgestellt und diskutiert werden könnten.
Die Interessengemeinschaft stellt ihre Ideen auf einer Internetseite vor.
