HURREL - Ein Dorf mit Zukunft – so wirbt Hurrel für sich. Untermauert wird der Slogan durch das aktuelle Dorferneuerungsverfahren. Daran nimmt Hurrel gemeinsam mit den Bauernschaften Altmoorhausen, Hemmelsberg und Lintel teil. In den bisherigen Arbeitskreis-Sitzungen haben die Hurreler für „ihr“ Dorf bereits eine Menge an Projekten zusammengetragen.

Bei den Maßnahmen zur Verschönerung des Ortsbildes genießt die Umgestaltung des Ortsmittelpunktes, des Dorfplatzes „Am Brink“, Priorität. Ganz oben auf der Liste stehen auch die Sanierung des Kühlhauses und die Anlage eines landwirtschaftlichen Lehrpfades – dieser Vorschlag stammt aus der Ideen-Werkstatt der Kinder und Jugendlichen. Den Anstoß dazu hat Schülerin Vanessa Linke gegeben.

Zudem wünschen sich die Hurreler, dass der in Eigeninitiative gestaltete Spielplatz am Brink mit weiteren Spielgeräten ausgestattet werden kann. Auch Umgestaltungsmaßnahmen bei der Schutzhütte an der Pirschstraße sind vorgesehen. Um auf eine historische Postwegroute hinzuweisen, wünscht sich das Dorf, dass entsprechende Informationstafeln aufgestellt werden.

Auf Verbesserungen hoffen die Hurreler auch bei der Gestaltung von Wegen: Als besonders dringlich wird die Sanierung des Radwegs „Am Postweg“ angesehen. Den Altenauweg möchten die Arbeitskreis-Mitglieder in ein Radwegenetz eingebunden wissen. Für den geschotterten Teilabschnitt der Straße „Am Brink“ wird eine Pflasterung vorgeschlagen. Ideen gibt es auch für die Umgestaltung von Pirschstraße und Pohlweg sowie für den Kreuzungsbereich Bremer Straße/Ortsstraße. Auch die Ortseingänge sollen verschönert werden.

Im Bereich Natur und Landschaft steht die Errichtung eines Insektenhotels obenan – Arbeitskreis-Sprecher Hans Burgmann stellt dafür das Gerüst eines Bienenstocks zur Verfügung. Es ist vorgesehen, dass Kinder mit Unterstützung ihrer Eltern zu Hause die Materialbefüllung der einzelnen Felder des Bienenstockes vorbereiten. In einer gemeinsamen Aktion soll das Insektenhotel dann mit den Materialien bestückt werden. Als Standort ist der Platz „Am Brink“ auserkoren worden. Da Insekten „Frühbucher“ sind, soll das Insektenhotel bereits im März fertig werden.


Stolz sind die Hurreler darauf, dass einige Vorschläge nicht mehr in die Dorferneuerung aufgenommen werden müssen. So wurden drei Holzbänke im Bereich Am Postweg, Oldenburger Weg und auf dem Spielplatz bereits aus Spendenmitteln gekauft und im vergangenen Herbst aufgestellt. Die Anpflanzung eines Dorfbaumes „Am Brink“ ist für dieses Jahr ebenfalls aus Eigenmitteln vorgesehen. „Die weitere Dorfplatzgestaltung ist aber wichtiges Anliegen im Rahmen der Dorferneuerung“, betont Arbeitskreismitglied Marlies Pape. Besonders wichtig sind bei der Dorferneuerung Maßnahmen im privaten Bereich. In Hurrel haben bereits zehn Bürger avisiert, dass sie investieren wollen, berichtet Pape.

Dank des Förderprogramms haben Bauherren die einmalige Chance, beim Ausbau von Haus, Hof oder Garten einen Zuschuss von 30 Prozent der Investitionssumme mitzunehmen. Die Mindestfördersumme beträgt 2500 Euro, was eine Investition von etwa 8000 Euro erfordert. Der Maximal-Zuschuss beträgt 25 000 Euro.

Öffentliche Vorhaben im Rahmen der Dorferneuerung werden mit bis zu 50-prozentigen öffentlichen Zuschüssen gefördert.