HURREL - „Wechselpolka“, „Zum Tanzen geht ein Mädel“, „St. Bernhard Walzer“ oder „O Susanna“: Für die Freunde des Volkstanzes Sandersfeld alles kein Problem, schließlich haben die 62 Mitglieder über 197 Tänze in petto. Auf unzähligen Jubiläen, Hochzeiten, Erntedankfesten und anderen Veranstaltungen haben sie die schon vorgetanzt.

20 Jahre ist es inzwischen her, dass Helmut und Lisa Stalling, Willi und Inge Stöver, Fritz und Ilse Kulz, Theo und Lisa Witting sowie Gerold und Hella Behrens die Tanzgruppe ins Leben riefen. Auf der ersten Jahreshauptversammlung im Januar 1988 wurde dann der Vorstand gewählt. 1. Vorsitzender wurde Willi Stöver, 1. Vorsitzende Helga Dählmann, Schriftführer Karl Bulling und Kassierer Reinhard Gode. Nur zweimal gab es im Vorstand Veränderungen: 1990 wurde Rudolf Johanning zum 1. Vorsitzenden gewählt, und 1998 gab Helga Dählmann ihr Amt als 1. Vorsitzende an Almut Würdemann ab. „Das spricht doch für den Vorstand“, findet Rudolf Johanning, der dem Verein seit 17 Jahren vorsitzt.

Geübt haben die 23 aktiven und drei passiven Paare am Anfang immer zweimal im Monat. Von 1987 bis 2000 im Vereinslokal Imholze, ab 2000 dann in der Gaststätte Mehrings in Hurrel. Im Juni 2001 wurde Mehrings dann auch zum offiziellen Vereinslokal. Die Mitglieder sind fast alle seit der Gründung des Vereins dabei. Der ältesteste Tänzer etwa ist 81 Jahre alt.

Beim vielen Tanzen haben die Freunde des Volkstanzes das Feiern aber nicht vergessen – auf 18 Kohlfahrten, 17 Radtouren und einige Sonderfahrten kommen die tanzbegeisterten Männer und Frauen. „Wir hoffen aber natürlich, dass noch einige schöne Fahrten dazu kommen werden “, sagt der 1. Vorsitzende Rudolf Johanning.

Auch wenn die Volkstänzer seit gut drei Jahren nicht mehr auftreten, geht das Vereinsleben weiter. Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder zum Kaffeenachmittag und ein paar Tänzen im Sitzen. Und da bleibt immer auch ein wenig Zeit, um sich an Vergangenes zu erinnern, etwa an den Juli 1991, als die Bäuche für die roten Westen vermessen wurden, oder an den April 1993, als es die Röcke für die Frauen gab und die Tracht endlich vollständig war.