HURREL/WESTERLOY - Zwar blieb Hurrel beim Regionalentscheid im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ der Sprung in die nächste Runde verwehrt, gewonnen hat die Bauerschaft, die sich erstmals auf dieser Ebene vorgestellt hat, dennoch: So gab es jetzt bei der Siegerehrung in Westerloy (Ammerland) nicht nur eine Urkunde, sondern auch viel Lob: „Das kleine von Landwirtschaft geprägt Dorf hat viel mehr als nur Landwirtschaft zu bieten“, sagte der Kommissionsvorsitzende, Ministerialrat a. D. Jochen Gaul, in seiner Laudatio.
Der Hurreler Delegation gehörten Marlies Pape, Anja Schnell, Ursel Mehrings, Helmut Braun, Wilfried Wieting, Hans Burgmann und Günter Helmers an. Als Vertreter der Gemeinde Hude war FDP-Ratsherr Rolf Schote mit dabei.
Bewertung macht Mut
Eine schriftliche Bewertung der Jury, die Hurrel im Juni besucht hatte, steht zwar noch aus, doch was die Hurreler mündlich in Westerloy zu hören bekamen, machte ihnen Mut für die Zukunft. So hob Kommissionsvorsitzender Gaul positiv hervor, dass neben dem erweiterten Seminarhaus „Lichtblick“ auch andere Facetten, insbesondere im künstlerisch-kulturellen Bereich, vorgestellt worden seien.
Diesen Aspekt hätten die Hurreler offenbar sogar noch stärker betonen können: Gaul bedauerte, dass man den Burgmannshof nur erwähnt, nicht aber gezeigt habe. Auf den Geschmack gekommen ist die Jury hingegen auf dem Hof Haverkamp: Der „italienische“ Pecorino, ein aus Schafskäse hergestellter und regional vermarkteter Käse, ist Gaul und seinen Kollegen in bester Erinnerung geblieben.
Nachhaltige Entwicklung
Die Erwartungen, die Hurrel an die gemeinsam mit Altmoorhausen, Hemmelsberg und Lintel gestartete Dorferneuerung knüpft, bekräftigt auch die Kommission: „Dieser Prozess sollte Ausgangspunkt für eine in die Zukunft gerichtete, nachhaltige Entwicklung für Hurrel sein“, meinte Jochen Gaul.
„Das ist ein Pfund, mit dem wir künftig wuchern können“, zeigte sich Marlies Pape überzeugt. Für den Bereich am Brink gebe es bereits Gestaltungsskizzen, die allen Dorfbewohnern in Kürze vorgestellt werden sollen. „Wir sind an der Meinung aller interessiert, wir wollen niemandem etwas überstülpen“, betonte Pape.
Eine erste Maßnahme, die von Kindern und Jugendlichen im Rahmen eines Beteiligungsprojektes zur Dorferneuerung vorgeschlagen worden ist, wollen die Hurreler sofort – ohne auf die Bewilligung öffentlicher Fördermittel zu warten – umsetzen: „Den Bau eines ,Insektenhotels’ gehen wir jetzt schon an“, kündigte Marlies Pape an.
2011 wieder dabei
Und im Jahr 2011, bei der Neuauflage des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“, wollen die hochmotivierten Hurreler dann beim Vorentscheid auf lokaler Ebene wieder mitmischen.
