Cloppenburg/eb – Die Arbeitsgruppe „Kinder und Jugendpsychiatrie“ des Sozialpsychiatrischen Verbundes Cloppenburg – bestehend aus Lehrern, Heilpädagogen, Sozialarbeitern, Kinderärzten und Psychologen – hat sich jetzt über Behandlungsansätze bei der Hyperaktivitätsstörung (ADHS) informiert. Es referierte Dr. Michael Wagner vom Kinderzentrum Oldenburg, in dem jährlich 2200 Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsstörungen wegen einer drohenden oder bestehenden Behinderung behandelt werden.

Mit ihrem Verhalten – so Wagner – könnten betroffene Kinder ihre Eltern zur Verzweiflung bringen. Als Klassenkasper seien sie ein Schreck der Lehrer und wegen ihrer sozialen Schwierigkeiten würden sie unter Gleichaltrigen meist zu Außenseitern.

Wagner unterstrich die Notwendigkeit einer guten Diagnostik, um adäquat behandeln zu können. Wichtig sei die Stärkung und Unterstützung der Eltern sowie der Wiederaufbau des Selbstbewusstseins bei dem betroffenen Kind. Wagner richtete den Blick auch auf die Stärken der Kinder, die vielfach nicht gesehen würden. Das Behandlungskonzept aus pädagogischen, psychologischen und medizinischen Hilfen benötige die Zusammenarbeit des kompletten Umfeldes vom Kindergarten, über die Schule bis hin zum Freundeskreis.