Eigentlich wollte Bodo Eiben schon lange in Rente gegangen sein. Als der heute 59-Jährige noch bei den Olympia-Werken arbeitete, sah auch alles danach aus. Nach der Schule in Bohlenbergerfeld machte er eine Lehre als Werkzeugmacher bei dem Büromaschinenhersteller. Danach arbeitete er 33 Jahre für das Unternehmen. „Ich kannte den Laden in- und auswendig“, erinnert sich der 59-Jährige, der sich in dieser Zeit bis zum Maschinenprogrammierer hochgearbeitet hatte. Doch nach 33 Jahren war Schluss, der Betrieb wurde geschlossen und Bodo Eigen musste nach beruflichen Alternativen suchen.

So arbeitete er zunächst bei einem Tischler. „Seitdem weiß ich zum Beispiel, wie Kunststofffenster oder wie Treppen gebaut werden“, sagt er. Eigenschaften, die ihm kurze Zeit später viel nutzen sollten. Denn die Gemeinde setzte den gelernten Werkzeugmacher als Betreuer in der Jugendwerkstatt Meinenhof ein. „Das hat mir viel Spaß gemacht“, erinnert sich Bodo Eiben, der dort gemeinsam mit Jugendlichen Zäune, Tische, Schränke, Türrahmen und Fenster fertigte – bis nach zwei Jahren die Fortbildungsmaßnahme eingestellt wurde.

Für Bodo Eiben bedeutete das eine weitere berufliche Neuorientierung. Die Gemeinde vermittelte ihn als Hausmeister an die Haupt- und Realschule Zetel, wo er seit Februar 2003 arbeitet.

„Seit ich hier bin, wird ständig umgebaut“, sagt Bodo Eigen. Doch das stört ihn nicht. Gerade jetzt sei die Arbeit sehr angenehm. „Ferien sind das Schönste, da kann man hier mit dem Fahrrad durch die Schule fahren“, sagt Bodo Eiben und lacht.

Langeweile kommt aber trotzdem nicht auf. Die Blumen wollen gegossen werden und die Handwerker brauchen Hilfe, wenn sie nach einem Wasserschaden nicht wissen, wie sie die Leitungen abstellen können.krk


Bodo Eiben

Hausmeister