Die Abschaffung der Bezirksregierungen brach-te für Annette Looschen auch die Chance zur beruflichen Veränderung mit sich. Die gebürtige Cloppenburgerin, die zuletzt im Naturschutzdezernat der Oldenburger Behörde tätig war, wechselte zu Jahresbeginn in die niedersächsische Sozialgerichtsbarkeit: „Das hatte mich schon länger interessiert“, sagt Annette Looschen, die nach einer Hospitanz beim Landessozialgericht in Celle seit Ende Februar Vorsitzende Richterin der 82. Kammer am Oldenburger Sozialgericht ist.
„Ich wollte immer schon Jura studieren“, stand das Berufsziel für Annette Looschen bereits früh fest. Zum Studium verschlug es sie zunächst ins fränkische Erlangen. Auch um den Kontakt zur Heimat besser halten zu können, wechselte Annette Looschen schließlich nach Münster, wo sie ihr Studium abschloss. Nach dem Referendariat in Oldenburg trat die Juristin ihre erste Stelle 1992 bei der Bezirksregierung in Lüneburg an: „Auch in der Verwaltung habe ich mit Menschen zu tun, das ist nicht trockener als andere Gebiete der Juristerei.“
Nach einer Kinderpause stieg Annette Looschen bei der Bezirksregierung Oldenburg wieder ins Berufsleben ein. Als Richterin urteilt die 42-Jährige nun vor allem über Rentenansprüche. hg
Annette Looschen
Richterin
