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Ideal wäre jetzt ein richtiger Oldenburger Landregen über zwei Tage

Hartmut Kern

FRAGE:

Herr Hollweg, endlich hat es nach langer Zeit im Oldenburger Land wieder einmal geregnet. Hat den Landwirten die Niederschlagsmenge gereicht?

HOLLWEG

: Nein, der Regen der jetzt vom Himmel kam, reicht bei Weitem nicht aus, um das Wasserdefizit der vergangenen Wochen und Monate auszugleichen. Da sich zur Trockenheit auch noch Hitze und starker Wind gesellten, verzeichneten wir enorme Verdunstungsraten.

FRAGE:

Wie lange mussten Landwirte auf Regen warten?

HOLLWEG

: Das ist regional sehr unterschiedlich. Es gab in Niedersachsen durchaus Gebiete, wo einiges an Regen gefallen ist. Insgesamt aber blieben die Niederschläge im April und Mai weit unter dem Durchschnitt. Im Nordwesten hat es nennenswerten Regen zuletzt um Ostern gegeben. Alles, was danach kam, war kaum der Rede wert.

FRAGE:

Sind heute schon Schäden an den Kulturen festzustellen?

HOLLWEG

: Ja, aber das Ausmaß hängt maßgeblich vom Standort ab. Noch gut zurechtgekommen sind bisher Kulturen auf besseren Böden mit großem Wasserhaltevermögen. Schwieriger ist die Situation auf sandigen Böden, die nur bedingt Wasser speichern können. Hier sind die Folgen des Trockenstresses erkennbar, zum Beispiel schlaffe Rapspflanzen, die ihre Knospen abwerfen, oder dünne Getreidebestände.

FRAGE:

Wird das Auswirkungen auf der Erträge haben?

HOLLWEG

: Ja, aber Aussagen über mögliche Verluste sind nur schwer zu treffen. Sie werden regional sehr unterschiedlich ausfallen. Außerdem müsste man wissen, wie der weitere Witterungsverlauf bis zur Ernte ist.

FRAGE:

Jetzt fehlt also ein kräftiger und lang anhaltender Regen?

HOLLWEG

: Lang ja, aber bitte nicht allzu kräftig. Ideal wäre ein richtiger Oldenburger Landregen über zwei Tage. Starkregen wäre des Guten zu viel, denn die trockenen Böden sind kaum in der Lage, in kurzer Zeit große Wassermengen aufzunehmen.

Walter Hollweg

ist in Oldenburg Sprecher der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Der 52-jährige gebürtige Bersenbrücker hat Agrarwissenschaften studiert und ist nach langjähriger Arbeit als Fachjournalist seit drei Jahren bei der Kammer.
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