IGGEWARDEN - IGGEWARDEN - Bürgermeister Rolf Blumenberg dankte den Mitgliedern des Touristikvereins Butjadingen für deren Engagement. „Hätten Sie nicht maßgeblich mitgewirkt, wäre die Beteiligung der Privatwirtschaft am Tourismus in Butjadingen noch lange nicht so weit“, betonte er bei der Jahreshauptversammlung auf dem Hof Iggewarden. Seit einem Jahr arbeite die Tourismus Service Butjadingen (TSB) erfolgreich. Ohne den Touristikverein wäre das einfach nicht möglich gewesen, so der Bürgermeister weiter.
Auch der Vereinsvorsitzende Wolfgang Mette zog eine positive Bilanz. Zwar gebe es nach wie vor noch Probleme mit der TSB und der gemeindeeigenen Kurgesellschaft. Aber diese könnten in gemeinsamen Gesprächen ausgeräumt werden. Wichtig ist es laut Wolfgang Mette, dass Kurgesellschaft und Vermieter die neu entstandene Nordsee-Lagune in Burhave und den Tossenser Friesenstand vermarkten. Nur so könne Butjadingen auch auf Dauer von diesen Projekten gewinnen.
Schwer im Magen liegt den Mitgliedern des Vereins auch die Vermittlungsprovision für Leistungen der Kurgesellschaft. Am Ende müssten die Vermieter bei dem System mit Kosten von 18 bis 19 Prozent rechnen. Die Mehrwertsteuer werde in die Provision mit eingerechnet, die die Vermieter auf ihre Leistungen anrechnen müssten. Bei den Belastungen, die ein Vermietungsbetrieb schon habe, sei diese Summe einfach nicht mehr aufzubringen.
Noch vor der Saison soll ein neues Gästeleitsystem aufgebaut werden. Die vorhandenen Schilder werden durch neue ersetzt. Jeder Vermieter oder Geschäftsmann kann ein eigenes Schild für 190 Euro erwerben und an markanten Punkten in den Dörfern aufhängen lassen. Auch sollen Routen entwickelt werden, an denen die Ferienwohnungen oder Zimmer liegen, so dass der Gast schnell zu seinem Quartier findet.
Unverständnis brachte Wolfgang Mette für die Anstellung des ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Horst Bahn als Qualitätsmanager auf: „Ich frage mich, warum nicht unser Verein zu Rate gezogen worden ist, wenn man wirklich die Qualität in Standards festlegen will.“ Dieser Posten für Horst Bahn hätte nicht nötig getan – und damit auch nicht die Vergütung von 12 000 Euro im Jahr, monierte Wolfgang Mette.
Kur-Geschäftsführer Johannes Cassens fand es hingegen bedauerlich, dass solche Auseinandersetzungen immer nur an den Menschen festgemacht würden. Ohne Qualitätsmanagement sei eine Zertifizierung des Kurbetriebes nicht möglich. Mit Horst Bahn habe man eine günstige Lösung gefunden.
Wolfgang mette im Amt bestätigt
