Hamburg - Damit auch die Schifffahrt von der Digitalisierung profitieren kann, hat sich die IHK Nord für den Aufbau von Gründerzentren ausgesprochen, die maritime Traditionalisten und digitale Start-ups vernetzen. In einem jetzt vorgelegten Diskussionspapier zur 10. Nationalen Maritimen Konferenz am 3. und 4. April in Hamburg schlägt der Zusammenschluss zwölf norddeutscher Industrie- und Handelskammern eine gezielte Förderung von Start-ups vor, mit denen die maritime Branche kooperieren könnte.

Die IHK Nord fordert zudem, den Breitbandausbau in den Seehäfen zu beschleunigen. Dazu müssten die Küstenländer beim Bund entsprechende Fördergelder beantragen und abrufen.

Auch die Gewerkschaften IG Metall Küste und „Verdi“ betonten die Bedeutung von Digitalisierung, dem zentralen Thema der Maritimen Konferenz. „Es darf aber keine Digitalisierung gegen die Beschäftigten sein“, sagte Torben Seebold, „Verdi“-Bundesfachgruppenleiter Maritime Wirtschaft. Die Gewerkschaften sprachen sich dafür aus, die Interessen der Beschäftigten stärker in den Blick zu nehmen. „Beim Thema Digitalisierung darf es nicht nur um Effizienzsteigerungen und bessere Bedingungen für deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb gehen“, sagte IG-Metall-Bezirksleiter Meinhard Geiken.