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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Weser-Ems-Union: Im Dienste für immer bessere Rinder

15.11.2010

BAD ZWISCHENAHN Wenn Dr. Josef Pott von „Cassano“ und „Stylist“ spricht, kommt er ins Schwärmen. Die beiden Bullen stehen in der Besamungsstation der Weser-Ems-Union e.G. (WEU) in Haselünne (Kreis Emsland) und gehören zu den leistungsfähigsten ihrer Art. „Stylist ist derzeit der populärste Bulle in Deutschland“, sagt WEU-Geschäftsführer Pott nicht ohne Stolz. Auf 47 179 Erstbesamungen kam er im vergangenen Jahr und lag damit mit deutlichem Abstand an der Spitze. „Cassano“ brachte es auf 28 175 Erstbesamungen, was ihm Platz 5 einbrachte.

WEU ist Dienstleister

Die WEU mit Sitz in Bad Zwischenahn versteht sich als Dienstleister der Rinder züchtenden Landwirte. Als Genossenschaft muss sie keinen Profit machen. Herzstück ist das Zuchtprogramm. Es soll den Landwirten zu leistungsfähigeren, gesünderen und langlebigeren Rindern verhelfen.

Pro Jahr werden etwa 70 Bullen, die von den besten Kuhfamilien weltweit abstammen, von der WEU getestet. Nur die etwa fünf oder sechs Bullen mit den besten Zuchtwerten kommen durch und liefern anschließend das Sperma zur künstlichen Besamung der Kühe. Mit vier weiteren deutschen Zuchtorganisationen hat die WEU die Kooperation „TopQ“ gegründet, dessen Zuchtprogramm mittlerweile eines der größten der Welt ist.

„Bis zu 100 000 Portionen Sperma kann ein Bulle pro Jahr liefern“, weiß Pott – und das sieben bis zehn Jahre lang. Das Sperma wird in Haselünne in flüssigem Stickstoff bei minus 180 Grad Celsius gelagert; es ist unbegrenzt haltbar. Die Landwirte zahlen fünf bis 25 Euro pro Portion. „Das Sperma ist umso teurer, je höher die Zuchtwerte des Bullen sind“, erklärt der WEU-Geschäftsführer. Da geht es um die Milchleistung der gezeugten Töchter (Milchmenge, Eiweiß- und Fettgehalt), um die Eutergesundheit, die Fruchtbarkeit der Töchter, ihre Langlebigkeit oder ob sie schwer oder leicht gebären. „Stylist zum Beispiel garantiert bei seinen Töchtern einen sehr hohen Eiweißwert“, weiß Pott.

Während früher die Leistungssteigerung der Kühe im Vordergrund stand, beobachtet die WEU heute zunehmend mehr Interesse für die Gesundheit und eine lange Nutzungsdauer der Tiere. „Oberstes Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit der Rinderhaltung zu verbessern“, fasst Pott zusammen.

Die WEU bietet aber nicht nur qualitativ hochwertiges Bullen-Sperma, sondern auch viel Service und jede Menge Agrarartikel für den Milchproduzenten. Das reicht von Melkmaschinenreinigern bis hin zu Kuh-Pflegemitteln. Beim Service steht an erster Stelle die fachkundige Besamung durch rund 50 Tierzuchttechniker. „Knapp 90 Prozent der künstlichen Besamungen lassen die Bauern durch unsere Tierzuchttechniker vornehmen“, berichtet Pott. Daneben führen die Kuh-Experten regelmäßige Fruchtbarkeitschecks in den Betrieben durch – fast 85 000 im vergangenen Jahr.

Regelmäßig Auktionen

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Auch bei der Vermarktung der Tiere hilft die WEU – mit regelmäßigen Auktionen in Cloppenburg und Lingen sowie Ab-Stall-Verkäufen. „Und nicht zuletzt sind wir das Standesamt für die Rinderzüchter“, ergänzt Pott das Leistungsspektrum. „Bei uns liegt die Herdbuchführung. Wir verwalten die Abstammungs- und Leistungsdaten sowie die Besamungsinformationen.“

Gefeiert wird bei der WEU auch: Jedes Jahr Mitte Januar findet in Oldenburg ein großer Konvent statt – 2011 am 13. Januar. Vor deutschem und internationalem Publikum aus der Rinderzucht-Branche präsentiert die Organisation ihr Zuchtprogramm und prämiert die besten Zuchttiere. Da können die Besucher dann sehen, was aus dem Sperma von „Cassano“ und Stylist“ geworden ist.

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