Cloppenburg - Die neuen Möbel sind schon ausgepackt, die Papierhandtuchhalter auch, an der Decke der kleinen Turnhalle hängt bereits eine Textilschaukel: Der Neubau der Kindertagesstätte St. Andreas am Fröbelweg 2 in Cloppenburg befindet sich in den letzten Zügen. Zahlreiche Handwerker arbeiten an diesem Dienstag unter Hochdruck, schließlich soll am Montag, 31. August, alles fertig sein. Dann – so der Plan – beziehen 135 Kindergarten- und 15 Krippenkinder sowie deren Erzieherinnen hier ihr neues Quartier.
Kindergartenleiterin Ulla Meirowski hat sich an diesem Dienstagmorgen auf Bitten der NWZ Zeit für einen Rundgang durch die neuen Räume genommen. Eines ist schnell klar: Hier werden sich die Kinder wohlfühlen. Helle Wände gepaart mit warmen Bodenfarben sorgen für eine angenehme Raumatmosphäre. Auch das Außengelände wird schön, obwohl im Moment noch nicht ganz so viel zu sehen ist: Gleich zwei Bagger wühlen sich durch den Sand am Spielhaus, der Rollrasen soll in Kürze ebenfalls geliefert werden.
Für den neuen Naschgarten, für den die NWZ und Fielmann die Pflanzen gesponsert haben, ist die schwarze Muttererde bereits bereitet. „Hier sollen ein Kirsch-, ein Apfel-, ein Birnen-, ein Pflaumen- und ein Zwetschgenbaum gepflanzt werden“, weiß Meirowski zu berichten. Dazu kämen dann noch Johannis-, Brom-, Him- und Heidelbeere. Und auch ein Haselnussstrauch soll angepflanzt werden, „damit wir unser Eichhörnchen wieder anlocken.“
Auf die erste kleine Ernte aus dem Naschgarten, die wohl erst 2016 eingefahren wird, dürfte sich auch „Apfeloma“ Annegret Schlarmann freuen. Die 75-Jährige kommt seit zwei Jahren in den Kindergarten, bringt Äpfel und Birnen mit, die sie den Kindern in einer lockeren Klönrunde aufschneidet. „Außerdem backt sie mit den Mädchen und Jungen hier und da auch noch einen Apfelkuchen“, ergänzt Meirowski.
Auch die Erzieherinnen Jasmin Thobe und Elisabeth Behrens, die als „Genussbotschafterinnen“ das Mittagessen in der Kita betreuen, könnten auf das eine oder andere aus dem neuen Naschgarten zurückgreifen. „Johannisbeeren auf Quark klingt doch gut“, macht Kindergartenleiterin Meirowski schon mal einen ersten Rezeptvorschlag.
Bis Freitag sind die Mädchen und Jungen des Sankt-Andreas-Kindergartens noch in den Sommerferien. Ab Montag werden dann so langsam die Sachen im St.-Andreas-Pfarrheim – dem Ausweichquartier der Kinder – gepackt. Am 26. und 27. August ist der Kindergarten komplett geschlossen. Dann wird umgezogen und eingeräumt – das machen die Erzieherinnen ohne Umzugsunternehmen in Eigenregie. Meirowski: „Dafür schon jetzt ein dickes Dankeschön.“
Eine Gruppe mit 25 Kindergartenkindern bleibt im benachbarten ehemaligen Kaplan-Haus. Und trotzdem stehen noch 20 Kindergartenkinder sowie acht Krippenkinder auf der Warteliste. Die neuen Baugebiete am Kessener Weg, wo viele junge Familien ein neues Zuhause gefunden haben, sorgen dafür, dass die Kindertagesstätte St. Andreas bislang noch keine Nachwuchsprobleme hat.
