Kreyenhoop - Die Haflinger-Hilfe muss auch in Norddeutschland bekannter werden – das hat sich Angelika Anders zur Aufgabe gemacht. Die Huderin hatte im vergangenen Jahr erstmals von der Organisation „Animal Spirit“ erfahren, die bei Auktionen in Süddeutschland und Österreich in großem Stil Haflinger-Fohlen aufkauft und die Jungtiere so vor dem Schlachthaus bewahrt.
Die NWZ berichtete im Dezember über das Thema – und über „Lilly“, ein damals sieben Monate altes Fohlen, das Angelika Anders selbst gekauft und im Stall ihrer Tochter Christiane und ihres Schwiegersohnes Ralf von Seggern in Kreyenhoop untergebracht hatte. „Nach dem Bericht war die Resonanz sehr groß“, freut sich Angelika Anders. „Viele Leute haben sich bei mir gemeldet, die selber helfen möchten.“ Sie habe die Namen der Anrufer weitergegeben an „Animal Spirit“.
Im Herbst wird wieder viel Geld und aktive Hilfe gefordert sein: Dann werden im Alpenraum die Pferde von den Almen abgetrieben und auf Auktionen angeboten. Von rund 3000 Haflinger-Fohlen, die im Frühjahr geboren werden, finden nach Angaben von „Animal Spirit“ nur rund 600 einen Käufer. Der Rest wird in Italien geschlachtet – Fohlen-Wurst ist dort eine Delikatesse.
Wer selber aktiv werden oder Geld spenden möchte, um Fohlen vor dem Schlachtermesser zu retten, erreicht Angelika Anders unter
So wie in „Lilliys“ Fall: Die mittlerweile 14 Monate alte Jungstute hat sich auf dem Pferdehof von Seggern in Kreyenhoop gut eingelebt und wird von Pflegerinnen und Gästen innig geliebt. Ihr jüngster Fan ist Tamy Malea, Angelika Anders’ Enkelin. Die ist gerade erst vier Monate alt, aber schon als Reiterin für „Lilly“ ausersehen – sobald sie (also Tamy Malea) drei ist.
