Hannover - Touristen schätzen die Vorzüge Norddeutschlands offenbar zunehmend auch in der kalten Jahreszeit. Winterurlaub auf den Ostfriesischen Inseln und an der Küste wird immer beliebter. Das zeigen zumindest die Januar-Zahlen der Landes-Statistikbehörde.

Demnach war der Auftakt-Monat in der Küstenregion für die Tourismusbranche deutlich erfolgreicher als ein Jahr zuvor. Die ostfriesischen Inseln (knapp 111 000 Übernachtungen) verzeichneten ein Plus von 10,9 Prozent. Ostfriesland kam auf plus 0,6 Prozent (57 187), die übrige niedersächsische Nordseeküste auf 9,4 Prozent (172 632). Die spannende Frage ist nun, ob sich hier ein Trend abzeichnet. Dazu konnten die Statistiker am Dienstag zunächst keine Einschätzung geben.

Nach dem Rekordjahr 2012 hat die niedersächsische Tourismusbranche im Januar insgesamt einen leichten Dämpfer erlitten. Die Zahl der Übernachtungen ging im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 Prozent auf rund 1,7 Millionen zurück, teilte der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie (LSKN) in Hannover mit. Die Zahl der Übernachtungen von Inländern sank um 1,7 Prozent (auf 1,56 Millionen), die von ausländischen Gästen um 3,7 Prozent (174 000). Die drei größten Gruppen bildeten Gäste aus den Niederlanden, Großbritannien und Polen.

Verantwortlich für den negativen Trend war vor allem die Entwicklung im Harz. Dort reduzierte sich die Zahl der Übernachtungen um 10,6 Prozent auf knapp 214 000. Ursache dafür sei der fehlende Schnee in den ersten Wochen des Jahres gewesen, sagte eine Sprecherin des Harzer Tourismusverbandes (HTV). Da sich die Schneelage im Februar und März aber merklich gebessert habe, rechne der Harz insgesamt für die Wintersaison mit stabilen oder sogar leicht gestiegenen Übernachtungszahlen.

2012 hatte die niedersächsische Tourismusbranche mit landesweit gut 40 Millionen Übernachtungen ein Allzeithoch verzeichnet.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)