Jever - Seit Donnerstag hängt die prächtige Richtkrone an einem Giebel des St. Annen-Quartiers in Jevers historischer Altstadt: Investor und Bauherr Dr. Karl Harms feierte gemeinsam mit Architekt Friedel Meyer, Bürgermeisterin Angela Dankwardt und den Handwerkern den Baufortschritt.

Seit März 2011 werden an der St. Annen-Straße Stadthäuser mit Tiefgarage, Wohnungen für betreutes Wohnen und ein Supermarkt gebaut – Ende März 2013 sollen die Gebäude fertig sein. Konrad Heeren, Zimmermeister bei der Firma Thormählen, und sein Kollege Claas Reiners brachten den Richtkranz an und begossen zünftig Bauherrn, Architekt, Handwerker und Gebäude.

„Mir imponiert jedes Mal, wenn ich auf der Baustelle bin, was hier seit dem Baustart passiert ist“, sagte Bauherr Dr. Karl Harms. Er freute sich besonders, dass auf der Großbaustelle bisher noch kein Unfall passiert sei. „Ich hoffe, das bleibt so bis zum Abschluss der Arbeiten im Frühjahr“, sagte er. Nur er selbst habe sich prompt den Kopf gestoßen, als er ohne Helm auf der Baustelle unterwegs war.

Er kündigte an, dass im Frühjahr 2013 zur Eröffnung auch die neue St. Annen-Pütt gesetzt wird: Sie soll freistehend an der Ecke Kleine Wasserpfortstraße errichtet werden. Gebaut wird sie von Eugen Dubiel aus Rastede.

Bürgermeisterin Angela Dankwardt freute sich, dass nun, wo das Gerüst an der St. Annen-Straße teilweise entfernt wurde, gut zu erkennen sei, was entsteht: „Das St. Annen-Quartier geht in strammem Tempo seiner Fertigstellung entgegen.“


Sie dankte Harms, dass er die Stadt, die ja nur mit einem Bruchteil am Bau beteiligt sei, stets einbinde. „Wir sind ja eher Baumeisterchen“, sagte Dankwardt.

Die Stadthäuser im neuen St. Annen-Quartier beinhalten 16 Wohnungen. Neun sind inzwischen verkauft, vier sind reserviert und drei Wohnungen sind noch zu haben, berichtete Harms.

Im Lauf der nächsten Wochen, wenn das Straßenpflaster gelegt ist, will er auch die Vermietung der Ladenzeile angehen.

Im Seniorenwohnheim nebenan, das die AWo künftig betreiben wird, sind bereits 27 der 31 ursprünglich geplanten Wohnungen vermietet. Deshalb wurde das Gebäude um fünf weitere Seniorenwohnungen erweitert, so Harms. In dem neuen Gebäude wird zudem die Sozialstation der AWo untergebracht, auch Räume für drei Arztpraxen, einen Physiotherapeuten und eine Apotheke sind vorhanden.

Wie berichtet, investiert Harms rund zwölf Millionen Euro in das Projekt. Unter den Stadthäusern befinden sich ein Parkdeck mit 31 Stellplätzen und eine Tiefgarage mit 44 Stellplätzen, von denen 30 später öffentlich genutzt werden können. Die Stadt hat das Projekt im Gegenzug mit einem umstrittenen Zuschuss in Höhe von rund einer Million Euro gefördert.