Apen - „Wirtschaft im Gespräch“ lautete einmal mehr das Motto eines Treffens, zu dem sich kürzlich Unternehmer aus der Gemeinde, Vertreter der Gemeindeverwaltung sowie Mitarbeiter des Jobcenters Ammerland und des Bildungswerkes der Niedersächsischen Wirtschaft getroffen haben. Das Business-Netzwerk Apen war zu Gast bei der Aper Firma Hoklartherm.
Im Frühjahr 2014 fand das erste Treffen des Business-Netzwerkes Apen statt, dem Unternehmer aus der Gemeinde und Vertreter der Gemeinde angehören. „Durch Gespräche wollen wir uns untereinander nicht nur besser kennenlernen, sondern über den Erfahrungsaustausch auch gemeinsam Ideen für den Wirtschaftsstandort Apen entwickeln und diese mit der Politik umsetzen“, erläutert Bürgermeister Matthias Huber gegenüber der NWZ . Ihm, der auch eine Aper Marketingrunde initiierte, sei der Wirtschaftsstandort Apen ein besonderes Anliegen.
Als gute Möglichkeit, andere Unternehmen aus der Gemeinde Apen besser kennenzulernen, eine Zusammenarbeit auszuloten und durch Vorträge viel Wissenswertes über Wirtschaftsthemen zu erfahren, bezeichnete Bernd-Thomas Scheiwe, Mitglied der Aper Marketingrunde und Mitinitiator des Business-Netzwerks, die zwei Mal im Jahr tagende Wirtschaftsrunde.
Beim jüngsten Treffen, das unter dem Motto stand „Viel Arbeit – wenig Leute!“, ging es insbesondere um zwei Themen: Flüchtlinge und Menschen mit Handicaps als Beschäftigte. Wie es dazu in einer Mitteilung der Gemeinde heißt, habe Bürgermeister Huber zu Beginn des Treffens rund ein Dutzend Flüchtlinge begrüßt, die sich und ihre Fähigkeiten vorstellten. Den Schutzsuchenden würden in einem Gert Sudbrack organisierten Kursus des Aper Arbeitskreises Asyl Deutschkenntnisse vermittelt, Bernd-Thomas-Scheiwe unterstütze das Ganze.
Flüchtlingen und Menschen mit Handicaps sollten, so hieß es ferner, auf dem Arbeitsmarkt dauerhafte Jobs angeboten werden. Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen bei der Einstellung von Flüchtlingen und Menschen mit Handicaps zu beachten seien, verdeutlichten die Referenten vom Jobcenter Ammerland, Ralf Geerdes und Kosima Leonhard, und des Bildungswerkes der Niedersächsischen Wirtschaft, Marcus Jeske.
Darüber hinaus machte Werner Hollander als Seniorchef des Unternehmens Hoklartherm deutlich, dass mit etwas gutem Willen sowie Akzeptanz und Engagement der Belegschaft vielen Menschen mit Handicaps gute Arbeitsstellen geboten werden könnten. Vor allem könnten diese Mitarbeiter gute Arbeitskräfte mit enger Bindung zum Betrieb sein.
Hingewiesen wurde zudem auf ein Infoblatt der Gemeinde, das Vertreter von Aper Firmen z.B. zu Messen mitnehmen und dort auf den Wirtschaftsstandort Apen hinweisen können. Das nächste Treffen des Business-Netzwerkes Apen wird wiederum bei einem Unternehmen stattfinden. Im Herbst dieses Jahres ist die Wirtschaftsrunde bei der Firma Borchers in Augustfehn zu Gast.
