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Soziales Im Neubau geht’s Hand in Hand voran

Osternburg - Während hier noch ausgepackt wird und dort Umzugskartons schon wieder zusammengefaltet werden, warten dahinten Eltern mit ihren Kleinkindern auf den Kursbeginn. Im neuen Domizil der Evangelischen Familien-Bildungsstätte (EFB) an der Ecke Gorch-Fock-Straße/Cloppenburger Straße ist das Team rund um Leiterin Hiltrud Boomgaarden noch dabei, sich einzurichten. Derweil läuft der Kursbetrieb in dem Neubau (rund 600 m²) aber bereits.

Wand zum Falten

„Wir haben gerade die Trennwand bekommen“, freut sich die stellvertretende Leiterin Kirstin Moss und zeigt auf die faltbare Wand im Foyer im ersten Stock. Dahinter ist Kinderlachen zu hören. „Eine Delfi-Gruppe“, erklärt Moss. Eltern bekommen hier praktische Anregungen zur Bewegungs-und Sinnesentwicklung ihrer Babys. „Denken, entwickeln, lieben, fühlen, individuell (=Delfi)“ muss Spaß machen.

Klappt man die Trennwand zusammen, dann wird aus dem Foyer ein Veranstaltungssaal. „Zum Beispiel für Vorträge“, sagt Kirstin Moss. Oder auch für den Tag der offenen Tür am, Sonnabend, 4. Juli , bei dem sich die EFB in ihrem neuen Haus vorstellen will. Am 3. Juli soll mit geladenen Gästen die Eröffnung offiziell gefeiert werden.

30 Jahre befand sich die Familien-Bildungsstätte an der Haareneschstraße 58 a, einem Altbau, der dem Elisabethstift gehört. Die Möglichkeiten sich weiterzuentwickeln waren dort begrenzt. Wie berichtet, stimmte der Kirchenkreis letztlich für den Umzug in den GSG-Neubau in Osternburg. Die Wohnungsbaugesellschaft reduzierte den Mietpreis. Gleichzeitig erhöhte die Stadt ihren jährlichen Zuschuss an die EFB. Doch diese Unterstützung reicht nicht aus: Die Familien-Bildungsstätte muss einen Baukostenzuschuss von 200 000 Euro aufbringen. Deshalb wurde eine Spendenkampagne gestartet. Darüber hinaus wird mit dem Verkauf von in Flaschen abgefüllten Kuchenbackmischungen (je 9,50 Euro) Geld gesammelt. Den „Leckeren Oldenburger“ gibt es auch im neuen Haus.

Vom Villenviertel in ein Quartier mit einem ganz anderen Charakter, mit einer anderen Bevölkerungsstruktur: „Hier sind richtig viele Familien unterwegs“, berichtet Kirstin Moss von den ersten Erfahrungen am neuen Standort. Erklärtes Ziel der EFB ist es auch, sich hier zu einem Familienzentrum zu entwickeln. Die Diakonie-Kita vom Borchersweg ist bereits in den Neubau eingezogen.


Dass man hier die Bedürfnisse von jungen Familien kennt, offenbart sich schon im Foyer: Dort weist ein Schild auf den Kinderwagenparkplatz hin – wie praktisch. Im Café können sich Kursteilnehmer zum Klönen treffen. Hier sollen auch Kochkurse veranstaltet werden. „Wir wollen drei Kochnischen einbauen“, erzählt Kirstin Moss, „wenn wir uns die leisten können.“ Also, noch mehr Backmischungen verkaufen.

Der Neubau bietet neue Möglichkeiten. So gibt es jetzt einen eigenen Raum, in dem die Ehe-, Familien- und Lebensberatung der ev. Kirche Hilfe suchende Eltern empfängt. Auch einen Umkleideraum hat man nun, er grenzt an Sanitärräume. Im hellen Werkraum können Gruppen kreativ arbeiten: töpfern, malen oder anderes. Daneben ist der Kinderraum (mit Spielzeug) für die Kindergruppen. Zum Frische-Luft-Schnappen lädt der große Balkon ein. Fürs Nähen wurde ebenfalls ein Raum einrichtet. In einem Gesprächsraum können sich Gruppen zurückziehen.

Gemeinsam entscheiden

Bewährtes aus dem alten Haus ist mit eingezogen: der große Töpferofen und die niedliche Kindertoilette mit dem roten Sitz beispielsweise. Spielsachen und Materialien finden Platz in Lagerräumen. Zettel an den Türen weisen auf die Funktion der Räume hin – handschriftlich, mit Filzstift. „Das soll so natürlich nicht bleiben. Es sollen richtig schöne Türschilder her“, sagt Kirstin Moss. Da hofft man auf kreative Ideen aus den Gruppen und Kursen. Auch über Stoffe und Farben für Gardinen soll gemeinschaftlich entschieden werden – eben wie in einer Familie.

Dieser Zusammenhalt hat sich laut Kirstin Moss auch schon beim Umzug gezeigt. „Da haben viele Kursteilnehmer und Familienmitglieder des Teams mitgeholfen.“ So geht es Schritt für Schritt in Richtung Familienzentrum.

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg
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