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Bakterien Im Fleisch: Sind Listerien-Funde Zufall?

16.12.2019

Im Nordwesten Gibt es ein Hygiene-Problem in hiesigen Fleischbetrieben? Nach der Sicherstellung von Geschäftsunterlagen und internen E-Mails der Feinkostfirma Fleisch-Krone im Oldenburger Münsterland wertet die Polizei Cloppenburg nun die Dokumente aus. Sie sucht Hinweise auf Fehler im Hygienesystem. Im ersten Quartal 2020 sei mit Ergebnissen zu rechnen, so die Staatsanwaltschaft Oldenburg. Gegen die Firma wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wegen des Verdachts, nicht sichere Lebensmittel in den Verkehr gebracht zu haben.

Listerien können beim Verzehr eine Listeriose auslösen, die bei geschwächten Menschen tödlich verlaufen kann. In diesem Jahr sind in Niedersachsen laut Landesgesundheitsamt bislang 67 Menschen an Listeriose erkrankt.

Nach Einschätzung des Agrarministeriums könnte ein Grund für die Häufung der Listerien-Fälle in jüngster Zeit auch darin liegen, dass die Unternehmen wegen der Berichte über mögliche Todesfälle sensibilisiert sind und ihre Eigenkontrollen verstärkt haben. Nicht jeder Befund sei gesundheitsgefährdend. Aber im Zweifel werde die Ware zurückgerufen.

Hier ein Überblick über die jüngsten Fälle:

FLEISCH-KRONE

Das Unternehmen mit Sitz in Essen (Kreis Cloppenburg) rief wegen des Verdachts auf Listerien Anfang November Fertigfrikadellen zurück. Die Produktion wurde vorläufig gestoppt, wegen deutlicher hygienischer Verbesserungen Ende November aber wieder freigegeben. In der Betriebsstätte in Goldenstedt (Kreis Vechta) ruht der Betrieb.

FLEISCHEREI LAY

Die Naturschlachterei Lay aus Moormerland (Landkreis Leer) zog Mitte November vorsorglich alle ihre Produkte wegen einer möglichen Gesundheitsgefährdung durch Listerien zurück.

FLEISCHEREI ECKHOFF

Wenige Tage später rief die ebenfalls in Moormeerland beheimatete Fleischerei D. Eckhoff mehrere Produkte wegen einer möglichen Gesundheitsgefahr durch Listerien zurück. Beide Betriebe aus Moormerland haben inzwischen ihre Produktion wieder aufgenommen.

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WURSTWAREN

Gleich zwei Mal innerhalb weniger Wochen musste die Firma Bley aus Edewecht (Kreis Ammerland) mit Warnungen an die Öffentlichkeit gehen. Im Oktober rief sie Kochmettwürstchen zurück, die mit Metallteilen verunreinigt sein könnten. Anfang Dezember stoppte die Firma die Produktion wegen Schabenbefall und rief Ware zurück. Die Schädlinge wurden in einer gebraucht gekauften Maschine gefunden. Der Schaden geht in die Millionenhöhe.

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