Im Nordwesten - Die Shoppinglust kehrt vielerorts zurück – einen Kundenansturm haben die erstmals nach den coronabedingten Schließungen an einem Samstag geöffneten Läden aber noch nicht ausgelöst. „Das Gros der Betriebe hat auf, viele haben die Chance genutzt“, sagte der Geschäftsführer des Handelsverbandes Niedersachsen-Bremen, Mark Alexander Krack. In den Innenstädten sei aber noch deutlich weniger los gewesen als an normalen Samstagen“, sagte Krack.

Ihn erreichten Rückmeldungen auch aus dem Oldenburger Land, dass etwa 40 bis 70 Prozent der Kunden im Vergleich zum selben Zeitpunkt 2019 in die Städte kämen. „Wir haben noch nicht das Gewusel, das wir von normalen Samstagen kennen“, sagte Krack. Positiv stimmte ihn, dass sich die Menschen überwiegend an die aktuellen Auflagen hielten.

Diesen Eindruck teilte am Samstag zumeist auch die Polizei. Es sei sehr ruhig und der Ansturm halte sich in Grenzen, sagte ein Polizeisprecher. Aus Sicht des Handelsverbands dürften derzeit vor allem Kleidungsgeschäfte profitieren. Durch das gute Wetter seien die Läden mit Sommermode sicher besser frequentiert, sagte Krack. Bei einer späteren Lockerung hätten sie ihre Sommerware wohl nicht mehr verkaufen können

So waren Haupteinkaufsstraßen in Oldenburg schon gut frequentiert. „Die Einzelhändler tun alles, damit sich die Kunden gut und sicher fühlen“, sagte die Geschäftsführerin beim City-Management Oldenburg, Friederike Töbelmann. Allerdings stünden viele vor einem Spagat. Die Geschäfte brauchten Kunden, müssten aber wegen der Corona-Pandemie einen Andrang vermeiden.