Ganderkesee - Eine rappelvolle Rathausstraße, sichtlich zufriedene Besucher, ausverkaufte Verpflegungsstände bei den Vereinen, Ladenbesitzer, die kaum Zeit zum Klönen fanden: Das ist die Bilanz des zehnten Ganter-Tachs. Bereits vor dem offiziellen Beginn schlenderten am Sonntagmittag erste Besucher in den Ortskern, um durch die ab 13 Uhr geöffneten Geschäfte zu bummeln, sich die Stände der Vereine und Organisationen anzusehen, Bekannte zu treffen oder einen Imbiss zu sich zu nehmen.
Zu denjenigen, die für die Verpflegung verantwortlich zeichneten, zählte die Ganderkeseer Jugendfeuerwehr. Es war noch nicht 16 Uhr, da hieß es für das „Sonntags-Drei-Gänge-Menü“ (Hackgrütze mit Gurke auf Schwarzbrot): „Leider ausverkauft!“ Dass zuvor überhaupt 40 Kilogramm Knipp verkauft werden konnten, war einem örtlichen Gastronomen zu verdanken, der den Vorrat der Feuerwehr spontan noch um zehn Kilo aufgestockt hatte.
Zeitgleich gingen auch in der Feldschmiede von Peter Mienert auf dem Arp-Schnitger-Platz die Holzscheiben allmählich zur Neige. 300 Stück davon hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits mit Brandzeichen versehen.
Timo Vetter, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Gantermarkt sagte zur Halbzeit, er habe bereits mehrere Anläufe gestartet, die Kaufleute nach einer Zwischenbilanz zu fragen – ohne Erfolg: „Sie hatten durchgängig Kundschaft.“
Stimmung machten auf dem Arp-Schnitger-Platz und auf dem Neuen Markt die Tanzgruppen des TSV Immer-Bürstel und Sportler vom „Haus der Kampfkünste“ mit Showelementen unter anderem aus dem Karate und dem Breakdance. Wie die Kinder und Jugendlichen zog auch die aus den Niederlanden angereiste Mill Rose Jazzband Blicke und Gehör der Besucher auf sich, wenn sie über die Rathausstraße defilierte.
