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Staatsforst Im „Waldforum“ Probleme erörtern

Erhard Drobinski

Wildendloh - Im Herbst waren sie im Staatsforst Wildenloh unterwegs: Zwölf Studenten der Hochschule Osnabrück der Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur, die die Besucher des Wildenlohs befragten. Ziel war es, mögliche Spannungsfelder zwischen Forstwirtschaft, Erholungssuchenden sowie Joggern und Hundehalter zu ermitteln sowie Lösungsvorschläge für einen besseren Umgang der verschiedenen Gruppen zu erarbeiten.

Ergebnisse vorgestellt

Jetzt wurden die Ergebnisse der Befragung im Landhaus Friedrichsfehn von den zwölf Studenten in Anwesenheit von Stephan Nienaber, Förster der Revierförsterei Oldenburg, sowie Rainer Städing, regionaler Pressesprecher der Niedersächsischen Landesforsten, öffentlich vorgestellt. 14 Bürger kamen, um sich zu informieren und anschließend mit den Verantwortlichen über ein besseres Miteinander im Wildenloh zu diskutieren.

Die Befragung der 201 Personen machte deutlich, dass bei den verschiedenen Nutzergruppen Interessenüberlagerungen bestehen und dass die mangelnde Kommunikation seitens der Landesforsten das Konfliktpotential noch erhöht. Auslöser der Untersuchung war die Abholzung von Bäumen entlang der Friedrichsfehner Straße im Frühjahr 2013. Zwar wurde im Vorfeld über die Presse über das Projekt informiert, doch der Umfang der Fällungen hatte viele Bürger überrascht.

Sowohl Nienaber als auch Städing machten am Montagabend deutlich, dass sie sich ebenfalls andere Kommunikationsstrukturen wünschten. So soll noch in diesem Jahr ein Flyer entstehen, der über den Wildenloh als Forst mit wirtschaftlicher Nutzung informiert. Denn der Wildenloh, so betonten Nienaber und Städing, sei in erster Linie ein wirtschaftlich genutztes Waldstück.

Wieder Waldbegehung

Außerdem solle nach den Sommerferien wie bereits 2013 eine öffentliche Begehung mit dem Förster Stephan Nienaber und Rainer Städing stattfinden. Dabei solle auch über die Abholzung der Buchen, die im Herbst anstehe, und die Wegeproblematik erörtert werden. Dahinter verberge sich, dass für die Forstwirtschaft einige Wege verbreitert werden müssten, unter anderem ein Teil des bestehenden Trimmpfades. Sollte es zu Veränderungen gerade in diesem Bereich kommen, sagte ein Vertreter des Sportvereins Wildenloh bei der Versammlung, werde das sicherlich wieder zu einem großen Konflikt zwischen den Niedersächsischen Landesforsten und der Öffentlichkeit führen.


Die Studenten erarbeiteten noch weitere mögliche Maßnahmen, die das Konfliktpotential zwischen den verschiedenen Nutzergruppenverringern könnten. So wurde unter anderem eine eingezäunte Freilaufwiese für Hunde vorgeschlagen. Fahrradständer und Bänke würden ebenso als nötig erachtet wie die Schaffung von Schautafeln. Ideal wäre zudem die Gründung eines „Waldforums“, damit die verschiedenen Gruppen sich austauschen könnten.

Wie wichtig dieses Forum wäre, bewies am Montagabend bereits eine längere Diskussion zwischen Sportlern, die sich von Reitern belästigt fühlten, und einem Vertreter der Reiter, der beklagte, dass auch Jogger die früher ausgewiesenen Reitwege benutzen und damit die Reiter im Staatsforst Wildenloh einschränkten.

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