Zu allererst wünscht die Imkerschaft den Initiatoren der „Bee Local“ den angestrebten geschäftlichen Erfolg! Wir freuen uns natürlich, wenn die Fähigkeiten unserer intelligenten Bienen menschlichem Tun zum Vorbild werden; denn JEDE Bestrebung, welche die gesellschaftliche Wertstellung der Biene fördert, ist hilfreich.
Hilfreich bei dem Jahrhundert-Projekt der Erhaltung dieses Tieres, das – einmalig auf der Welt – ökonomischen, ökologischen sowie kultur- und technologie-historischen Wert auf sich vereinigt.
Viele tausend Wertschöpfungsketten in Branchen wie Nahrungs- und Genussmittel, Holz-, Leder-, Textilpflege, Naturmedizin, Kunst und Kunsthandwerk erwirtschaften Mehrwert mit Herstellung, Veredelung und Handel vieler Imkereiprodukte. Hinzu tritt die in dreistelligen Milliardenbeträgen anzusetzende landwirtschaftliche Bestäubung. (...)
Jahrtausende alte Wachsmalerei und -plastik, Kirchenglocken und Stradivarigeigen konnten nur mit Hilfe von Imkereiprodukten entwickelt und produziert werden.
Wenn also von den antiken Philosophen mit ihren vom Bienenvolk abgeleiteten Staatstheorien bis zu unseren Landfrauen mit ihrer Anstecknadel nun auch clevere Geschäftsleute Bezug auf Gemeinsinn und Fleiß der Bienen nehmen, dann kann das die arg gebeutelte Imkerschaft nur herzlich begrüßen. Weiter so, Ihr schafft ein sympathisches Gegengewicht zu den leider auch von Menschen verschuldeten Ursachen des Bienensterbens. Daher: Vielen Dank und viel Erfolg! Die örtlichen Imkerinnen und Imker stehen für eventuell Kooperationsvorhaben gern bereit.
