Cloppenburg - Derzeit gibt es 250 Imker im Landkreis Cloppenburg – und die Zahl wächst stetig. Allein in den Imkervereinen Cloppenburg, Friesoythe und Löningen sind es je etwa 70 Mitglieder. Doch auch in Barßel, Garrel und dem Saterland haben sich Hobbyimker organisiert, berichtete Werner Kühling, erster Vorsitzender des Imkervereins Cloppenburg im Gespräch mit der NWZ .
Durch den stetigen Zuwachs gab es dieses Jahr zum ersten Mal auch eine Imkerschulung, die einzig Bienenzüchtern aus dem Landkreis Cloppenburg vorbehalten war. Zuvor waren die Seminare immer gemeinsam mit dem Kreisimkerverein Vechta organisiert worden, doch auch dort steigt das Interesse an der Bienenzucht. „So hat man entschieden, dass jeder Landkreis seine eigene Schulung macht“, ergänzte Kühling. Die Teilnahme kostet etwa 50 bis 60 Euro.
Während der vergangenen sieben Wochen hat der Kreisimkerverband Cloppenburg nun weitere 25 Imker theoretisch in die Bienenhaltung eingewiesen. Schulungseiterin Marianne Thobe, Kühling und der zweite Vereinsvorsitzende Andreas Scheibel lehrten die angehenden Imker unter anderem die Führung eines Bienenvolkes durch das Jahr und die verschiedenen Bienenkrankheiten. Zusätzlich gab es eine Honigschulung mit anschließender Prüfung.
Schwer ist das Imkerhandwerk nicht, doch es sollten einige Regeln beachtet werden, erläuterte Kühling. So müsse die Tierhaltung beim Veterinäramt angemeldet werden. Es sollten nicht zu viele Bienenvölker auf einem Fleck stehen, außerdem sei es notwendig, die Bienenstöcke mindestens 20 Meter von Wohnhäusern entfernt zu platzieren. „Es ist sehr wichtig, bei der Bienenzucht auf seine Nachbarn Rücksicht zunehmen“, so Kühling. Von einem gesunden Bienenvolk profitierten jedoch alle, da die Tiere unter anderem Obstbäume und Blumen bestäubten, betonte der Vorsitzende.
