IMMER - IMMER/GA - Es ging alles blitzschnell: Weil gleich zwei Referenten während der Jahreshauptversammlung des Ortslandvolkverbandes in der Gaststätte Witte in Immer sprechen sollten, wickelte der Vorstand die anderen Tagungsordnungspunkte am Mittwoch zügig ab. Schon nach wenigen Minuten hatten die 45 Anwesenden den Vorstand so einstimmig entlastet.

Als Fachreferenten begrüßte Vorsitzender Jan Bernd Meyerholz dann Bernhard Wolf, den Geschäftsführer des Kreislandvolkverbandes Oldenburg. Der informierte die Landwirte darüber, was bei der Übertragung von Zahlungsansprüchen bei der Neuverpachtung von Flächen zu beachten sei. Zudem machte er darauf aufmerksam, dass die Bewilligung von Betriebsprämien in diesem Jahr entscheidend von der Einhaltung von Verpflichtungen im Rahmen der „Cross Compliance-Vereinbarungen“ abhängig seien. Verstöße würden zu Kürzungen der Prämie führen. Da die Antragstellung mit viel Verwaltungsaufwand verbunden sei, so dass sich leicht Fehler einschleichen könnten, sollten die Landwirte beim Landwirtschaftsamt in Huntlosen oder bei anderen Fachberatungsdiensten Hilfe einholen.

Natürlich war auch die Vogelgrippe ein Thema. Wolf zeigte sich überzeugt, dass in der Weser-Ems-Region mit ihrer hohen Bestandsdichte an Federvieh bessere Vorkehrungen zum Schutz gegen die Ausbreitung getroffen seien als in Mecklenburg-Vorpommern. Im Ernstfall würde es kein Gerangel um Zuständigkeiten geben, allein schon deshalb, weil man durch die BSE-Krise und die Maul- und Klauenseuche mehr Erfahrung mit der Eindämmung von Seuchen habe. Außerdem würde bei allen Tierhaltern die Vorsorge und Verhütung groß geschrieben.

Dann warf Ganderkesees Bürgermeister Gerold Sprung einen Blick auf die mögliche Entwicklung der Gemeinde. Für Ganderkesee prophezeite er in den nächsten 15 Jahren einen Bedarf von 2500 Wohnungen, die aber mehr im Inneren der vorhandenen Siedlungsschwerpunkte in Ganderkesee, Bookholzberg sowie Schierbrok/Stenum/Hoykenkamp entstehen würden, so dass landwirtschaftlich genutzte Flächen dadurch nicht verloren gingen, versicherte der Bürgermeister.

Großflächige Kompensationsflächen würden allerdings bei einem sechsspurigen Ausbau der A1 benötigt, der irgendwann zu erwarten sei. Auch Gewerbegebiete im großen Stil würden wohl künftig nur an den Autobahnen entstehen, meinte der Verwaltungschef.


Gerangel um

Zuständigkeiten bleibt in

Weser-Ems aus