Dötlingen - In Klausur gingen die Freien Demokraten im Ortsverband Dötlingen am Sonnabend auf dem Kläner-Hof. Es war die achte Tagung dieser Art, in der die Ziele für die Dötlinger Liberalen und damit wichtige gemeindepolitische Weichenstellungen aus Sicht der FDP auf die Reise gebracht wurden.
Wie es mit der Wohnbebauung in der Gemeinde weitergehen soll, war eines der vordringlichsten Themen. „In Brettorf haben wir noch genügend Baugrundstücke“, fasste Ortsverbandsvorsitzender Claus Plate zusammen. Auch in Neerstedt gebe es noch Grundstücke und vor allem Gemeindeeigentum, um weitere Bauflächen ausweisen zu können. „In Aschenstedt sehen wir keinen Handlungsbedarf, dafür aber in der Ortschaft Dötlingen“, so Plate.
Doch wie in der Ortschaft vor dem sensiblen Hintergrund einer historischen Bebauung und der Bedeutung als Ort für die Naherholung mit seinen landschaftlichen Schönheiten und Gegebenheiten umgegangen werden soll, wurde durchaus kontrovers in der Tagung diskutiert.
„Wir müssen etwas tun, um die Schule und Kindergärten, bzw. die Infrastruktur in Dötlingen zukunftsfähig zu machen“, so Plate. Auf der anderen Seite wurde klar, dass die Ressourcen in Dötlingen endlich sind. Ein Ausverkauf an Land bzw. ausufernde Wohnbebauung als Folge würde dem Ort langfristig Schaden und die Einmaligkeit der örtlichen Gegebenheiten beeinflussen, zog Plate ein weiteres Fazit.
In Frage würden in Dötlingen zwei Flächen kommen: eine im Ort selber, eine andere in Richtung Neerstedt gesehen. Um welche Flächen es sich handelt, soll in der Sitzung des Bau-, Straßen- und Verkehrsausschusses am Donnerstag behandelt werden. Bauamtsleiter Uwe Kläner erläuterte auf Einladung die Möglichkeiten aus dem Flächennutzungsplan.
Ferner befassten sich die Tagungsteilnehmer mit dem Sachstand um die geplante Windkraftanlage in Haidhäuser/Brettorf. Wie Plate darstellte sei, der Projektierer dabei, die genauen Standorte zu definieren und Gespräche mit Herstellern zu führen. Maximal zwölf Anlagen können gebaut werden. Der Abstand zu der Wohnbebauung wird das Dreifache der Windanlagen-Höhe betragen.
Ferner waren die Entwicklung der Landwirtschaft, des Straßenbaus und die „Blühende Landschaft“ ein Themenkomplex.
Nach dem Verursacher-Prinzip sollen die Landwirte an den hohen Kosten der Gemeindewegeinstandhaltung beteiligt werden. „Zurzeit bezahlt die Gemeinde alles aus dem Haushalt. Die Grundsteuer A bringt etwa 100 000 Euro. Das reicht nicht“, sagte Garms. Gedacht ist an einen Preis pro Hektar, der jährlich abgeführt werden soll. Garms: „Das macht nach einer Schätzung noch einmal 100 000 Euro aus.“ Daneben verwies Plate auf den Arbeitskreis Landwirtschaft, der sich mit dem F-Plan beschäftigt. Außerdem arbeitet ein Arbeitskreis „Blühende Landschaft“, um Bereiche wie den Dorfgarten oder die Wegeseitenränder zu gestalten.
