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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

„In der Freizeit weiterbilden“

15.12.2007

OLDENBURG Der Arbeitgeberverband (AGV) Oldenburg ruft Unternehmen und Mitarbeiter zu verstärkten Anstrengungen in der Weiterbildung auf. Nur durch Wissen könnten Betriebe im Wettbewerb gewinnen, sagte der AGV-Vorsitzende Jörg Waskönig auf der Jahrespressekonferenz in Oldenburg. Zudem sei permanente Qualifizierung auch ein Instrument gegen die Probleme durch die Alterung der Belegschaften und die Verknappung von Fachkräften am Arbeitsmarkt.

Auch Mitarbeiter müssten sich den Herausforderungen des zunehmend globalen Arbeitsmarktes stellen, sagte Waskönig. Sie hätten „eine gewisse Pflicht“ zur Weiterbildung. Arbeitgeber sollten darauf hinwirken, dass möglichst „alle mitmachen“.

AGV-Geschäftsführer Jürgen Lehmann plädierte für „betriebsspezifische Lösungen“. Allgemeine Vorgaben – etwa durch Qualifizierungstarifverträge – bedeuteten mehr Bürokratie und Kosten. Sie behinderten kreative Lösungen. Bisher laufe Ausbildung fast ausschließlich während der Arbeitszeit. Das belaste die Arbeitskosten. Es werde „erforderlich, auch außerhalb der Arbeitszeit“ aktiv zu werden. und die „Freizeit für Weiterbildung“ zu nutzen. Die Vorgabe des lebenslangen Lernens müsse stärker beherzigt werden. Für Ältere müsse die körperliche Belastung reduziert, die geistige Mobilität aber gefördert werden.

„Wir haben ein extrem hohes natürliches Interesse daran, dass die Mitarbeiter gut ausgebildet sind – nicht nur im Hinblick auf Fachwissen, sondern auch auf soziale Kompetenz und Umgang mit Kunden“, sagte Peter Schinzing (OLB). Er sieht in der Qualität entsprechender interner Maßnahmen einen wichtigen Wettbewerbsfaktor. Wer diese Investitionen in die Zukunft nicht vornehme, werde „morgen Geld verlieren“.

Eine stärkere Nutzung von Lieferanten für die Weiterbildung regte Wulf Schmidt-Sacht, einst Technologie-Chef des Oldenburger Fotospezialisten CeWe-Color, an. Gerade im Bereich neuer Ausrüstungen und der Software habe sich dies bewährt. Der dramatische Wandel bei CeWe hin zur Digitalisierung des Geschäfts und neuerdings auch hin zu Buchdruckerei-Produkten zeige, wie extrem der Bedarf an Qualifizierung sei könne.

AGV-Vorsitzender Jörg Waskönig empfahl, die Weiterbildung systematisch mit einer Datenbank zu organisieren. Mitarbeiter sollten möglichst über langfristige Ziele des Unternehmens informiert sein.

An die Weiterbilder appellierte der AGV, den Bedarf betriebsnah auszuloten. Der Trend gehe zu individuellen Kursen in einzelnen Betrieben, sagte der für Bildung zuständige Dirk Heitkötter.

Beim AGV sind einschließlich angeschlossener Verbände etwa 1000 Unternehmen mit 95 000 Arbeitnehmern organisiert. Die Mitgliederzahl sei um sechs Prozent gestiegen. Der Trend zur „Individualisierung in der Tarifpolitik“ mit betrieblichen Vereinbarungen setze sich fort.

www.agv-oldenburg.de

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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