Wiefelstede - Damit ältere Einwohner in der Gemeinde möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können, will die Gemeinde Wiefelstede „zeitnah“ das Projekt „Nachbarn für Nachbarn“ anschieben, in dem ehrenamtliche Helfer in den einzelnen Ortsteilen ein Netz der Nachbarschaftshilfe aufbauen sollen. Die Verwaltung informierte den Sozial- und Jugendausschuss am Dienstag im Rathaus über die Details.

Das Projekt ist Teil des seniorenpolitischen Konzepts der Gemeinde und setzt – so heißt es in der Beratungsvorlage der Verwaltung für den Ausschuss – „auf Nähe in den einzelnen Ortsteilen, wenig Verwaltungsaufwand, persönliche Bekanntheit und kurze Wege“. Die Helfer könnten die Senioren begleiten oder sie fahren, einkaufen oder beim Einkaufen helfen, Arbeiten in Haus und Garten leisten und Hilfestellung bei Kontakten zu Behörden geben – oder ihnen auch einfach mal „Gesellschaft leisten“. Wie Carsten Eikers vom Fachdienst Jugend und Familien erklärte, sollen in einem ersten Schritt Vereine und Verbände, Feuerwehren und Bezirksvorsteher angeschrieben werden, um die Idee vorzustellen und Menschen zu finden, die mitmachen möchten.

Seniorenbeiratsvorsitzender Gotthard Schönbrunn mahnte an, das Ehrenamt nicht zu überlasten: Nicht alles könne ehrenamtlich organisiert werden. Schönbrunn: „Für manches muss man auch Geld in die Hand nehmen.“