Wilhelmshaven - Ein neues Kapitel der kommunalen Zusammenarbeit wollen die Küstenkommunen der Oldenburger Landes beginnen. Nachdem die drei Landkreise Wittmund, Friesland und Wesermarsch sowie die Stadt Wilhelmshaven vor mehreren Jahren mit der „JadeBay GmbH“ eine gemeinsame Marketing-Gesellschaft gegründet hatten, beschlossen sie jetzt, das Standortmarketing künftig wieder in Eigenregie zu betreiben.
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz erklärten die Landräte Matthias Köring (Wittmund), Sven Ambrosy (Friesland), Thomas Brückmann (Wesermarsch) sowie Oberbürgermeister Andreas Wagner (Wilhelmshaven), dass die Neuordnung nicht das Ende der Zusammenarbeit in der Küstenregion sei. Schließlich sei jede Gebietskörperschaft für sich allein zu klein, um sich im Rennen um die überregionalen Fördermittel zu behaupten.
Die Gesellschaft „Jade-Bay“ werde deshalb weiterhin bestehen. Schließlich sei es ihr in den vergangenen drei Jahren gelungen, zumindest ihren Namen als Marke im Markt zu platzieren. Es werde jedoch eine „strategische Fokussierung“ der „Jade-Bay“- Arbeitsfelder geben. Die finanzielle Grundausstattung der Gesellschaft werde von bislang 500 000 auf künftig 400 000 Euro pro Jahr reduziert.
Inhaltlich soll sich die „Jade-Bay GmbH“ künftig um die Themen „Qualifizierung, Innovation sowie Forschung und Entwicklung“ kümmern. Konkret geht es zum einen darum, finanzielle Mittel aus den Fördertöpfen der EU in die Region zu lenken. Außerdem soll mit der beruflichen Qualifizierung der Bevölkerung ein Beitrag zum Kampf gegen den Fachkräftemangel in den Küstenkommunen geleistet werden.
Frieslands Landrat Ambrosy unterstrich im Zusammenhang mit der Neuausrichtung, dass die Region bereits jetzt „außerordentlich erfolgreich unterwegs“ sei. Die verbesserten Rahmenbedingungen sorgten dafür, dass viele Menschen, die früher die Region aus wirtschaftlichen verlassen hätten, jetzt wieder zurückkommen könnten. Wesermarsch-Landrat Brückmann stellte heraus, wie wichtig das Einwerben von Fördermitteln sei.
