Ganderkesee - Im vorigen Jahr mussten sie den weihnachtlichen Rettungsdienst noch auf einer Baustelle absolvieren – 365 Tage später sind Umzugsstress, Sanierungsstau und Einrichtungsarbeiten für Mitarbeiter und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Ganderkesee nur noch Erinnerung: „Wir sind hier jetzt komplett eingerichtet“, freut sich Rettungsassistent Sebastian Dolch, der mit seiner Kollegin Stephanie Rohlfs und dem FSJ’ler Yannik Rasche am Heiligabend die Tagesschicht im neuen Rettungszentrum übernommen hat.

Eine Woche vor Weihnachten war die Rettungswache Ende 2013 von der Alten Schule in Bookhorn in die ehemalige Feuerwehrtechnische Zentrale an der Urneburger Straße umgezogen. Anfängliche technische Probleme seien schnell behoben worden, berichten die Sanitäter. „Das war die richtige Entscheidung“, lobt Günter Bartels, der als Dezernent des DRK-Kreisverbandes Weihnachtsgrüße überbringt, die Einrichtung des neuen Rettungszentrums mitten in Ganderkesee. „Etwas Besseres konnte nicht passieren“, meint auch die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler, die den Rotkreuz-Mitarbeitern am Mittwoch mit einem Präsentkorb den Dank der Gemeinde Ganderkesee ausspricht.

Nun blicken die DRK-Sanitäter gespannt der Einführung des Digitalfunks am 1. März entgegen. Dank der Erfahrungen der Polizei mit der neuen Technik seien Anfangsschwächen behoben und letzte Funklöcher geschlossen worden. Dennoch werde der Analogfunk noch ein halbes Jahr parallel betrieben – sicher ist sicher, das weiß man beim Rettungsdienst besonders gut.

Über die Feiertage hatten die DRK-Sanitäter einen relativ ruhigen Dienst. Das sei meist so zu Weihnachten, wissen Sebastian Dolch und Stephanie Rohlfs. Es gebe weniger Verkehr, und die üblichen Transportfahrten fallen weg. „Internistische Erkrankungen aber“, so Dolch, „machen vor den Feiertagen nicht Halt.“

Hergen Schelling
Hergen Schelling Redaktion für den Landkreis Oldenburg (Leitung)